Alleinerziehend ist das neue verheiratet – oder: Was wir und Heike Makatsch gemeinsam haben …

Gestern war hier in Berlin-Mitte der Weihnachtsbasar in der Waldorfschule. Ein absolutes Must: Tout Mitte/Prenzlauer-Berg-Familiencrowd trifft sich hier. Aber neben dem Dabeisein, ist es einfach auch wirklich schön gemacht. Draußen gibt es Lagerfeuer, drüber hängt der Gulaschtopf (natürlich Bio), es gibt Kerzenziehen, hübsche Stände mit Filz- und Leinenwaren, Kinder können basteln, malen, eine Klangreise machen, Märchen lauschen oder Adventskränze binden. Halb Mitte macht da inzwischen mit. Man sitzt in einem Klassenzimmer, es ist gestopft mit Eltern und Kindern, auf den Tischen liegen große Haufen mit Tannenzweige und Wachholder und es ist ein wirklich emsiges Treiben.

Auch Sohnemann und ich landeten dort, neben uns saß Heike Makatsch. Wir kamen ein wenig ins Gespräch, ihre Töchter kam zwischendurch dazu, mein Sohn zupfte Heike ein paar Zweige aus dem Kranz (aus Versehen) und justierte ihre Gartenschere. Man lachte, beäugte gegenseitig die winterlich florale Pracht. Heike über ihren: “Sieht spießig aus, aber ich mach das auch zum ersten Mal.” Ich über meinen: “Irgendwie wild …” Heike: “Ich doch schön …” Es war ulkig, gesellig, ein wenig skurril da auf den kleinen Schulkindstühlen zwischen gefühlten 50 Tonnen Tannengrün – aber nicht uninteressant.

Und dann kam Max dazu, der Papa der beiden Mädchen, Heikes Mann. Ein netter Typ, gutaussehend, hilfebereit (so auf den ersten Blick halt). Und ich dachte sofort: “Siehste, die hat alles richtig gemacht. Toller Mann, toller Kinder, tolle Ehe.” Auch mein Kind bemerkte den Papa, schielte rüber und ich merkte, er dachte wohl ähnlich wie ich und sprach sofort von seinem Papa.

Irgendwann waren die Kränze fertig, Heike musste zur Märchenlesung, wir nach Hause, aber vorher noch einkaufen. Wir verabschiedeten uns.

Und was soll ich Euch sagen: Zehn Minuten später stand ich im Supermarkt, ich nahm mir eine Zeitschrift vom Regal, blättere darin und was sehe ich? Einen Artikel über Heike Makatsch mit der Überschrift “,Ich bin stark für drei’ … und zwar für sich und ihre beiden Töchter, von deren Vater Heike Makatsch heute getrennt lebt.”

Ha! Na sowas?! Ich ging ganz beschwingt nach Hause …

PS: Ein Jahr später ist Heike Makatsch zum dritten Mal Mutter geworden. Wer der Vater ist? Verrät sie nicht … ; )

  1. Die Welt ist manchmal wahrlich klein 🙂

  2. Oh, mich macht das irgendwie traurig. Manchmal möchte man doch die Illusion behalten, dass es irgendwo da draußen, Familien gibt, bei denen alles irgendwie super läuft, ohne total ätzend glücklich zu sein. Ich hatte mir diese Familie immer so vorgestellt. Seufz.

  3. Wie lustig. Ich saß unbekannter Weise mit meinem Sohn auch an eurem Tisch. Wenn ich das gewusst hätte:) Mag deinen Blog sehr.

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