Was bedeutet es heute, eine gute Frau zu sein?

Die Welt verändert sich. Viele Menschen möchten mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit leben, sie sehnen sich nach Individualität, Authentizität und einem echten, selbstbestimmtem Leben, in dem sie ihre Potenziale zur Entfaltung bringen können, statt bloß nach vorgegeben Regeln und Normen zu funktionieren.

Wir hinterfragen immer mehr zum einen die kapitalistische aber auch die Jahrzehnte lang von ausschließlich Männer beherrschten Gesellschaften, die Geschlechtern bestimmte Rollen und Aufgabenbereiche zuteilt, die den Frauen das Recht auf Bildung, politische Mitgestaltung, Zugang zu der Wirtschafts- und Finanzwelt und einem beruflichen Ansehen und einer eigenen Meinung erschwert oder ganz verbietet und die eigenen Sexualität reglementiert.

Die Männer zu harten, echten Kerlen und Frauen zu weichen, einfühlsamen Wesen stilisieren. Die Muttersein stets in finanzieller Abhängigkeit zum Mann betrachtet und Mutter-Vater-Kind-verheiratet trotz aller Lebensrealität als das einzig wahre Ideal predigt und von Männer ein starkes, dominantes Verhalten abverlangt, in dem der Zweck alle Mittel heiligt.

Vielen Frauen und Männern haben sich mit dieser Rollenzuweisung arrangiert. Fundamentalistische Religionsauslegungen und konservative Kräfte üben in den Ländern großen Druck aus und erklären diese Ordnung mit „göttlichen Vorschriften“, die in Wahrheit allein menschengemacht sind.

Ich habe aber auch beobachtet: Dieses Nachgeben, das Arrangieren mit Zuständen, die uns Sicherheit suggerieren, aber zugleich auch Freiheit nehmen, macht etwas mit uns – und das ist nicht unbedingt gut.

Heuchelei ist ein eines dieser Dinge. Wir Lächeln, obwohl wir böse Absichten haben. Wir lügen für den eigenen Vorteil. Wir jammern und stöhnen, um uns aus der Verantwortung zu ziehen, sind falsch, arrogant, überheblich und – am schlimmsten – ignorant gegenüber allem, das unsere „schöne, heile Welt“ in Frage stellen könnte.

Happy Single-MAMAIch, die meisten kennen dieses Verhalten, wenn sie ehrlich mit sich sind. Und wenn ich darüber nachdenke, dann liegt es an der Tagesform, ob ich mich deswegen schäme oder mit den Schultern zucke und denke: „Tja, is‘ halt so …“.

Aber wenn ich es mir aussuchen könnte – und tief in mir reift die Entscheidung immer mehr – dann möchte ich all das nicht mehr machen. Dann möchte ich die Regeln, die so reaktionär und unter Licht beschaut, falsch sind, bewusst brechen.

Ich denke nicht, dass es EINEN richtigen Weg oder eine richtige Form gibt. Im Gegenteil, das besondere, ist das unterschiedliche. Die Kraft der Menschen liegt in Ihrer Fähigkeit zum gemeinsamen Schaffen.

Daher möchte ich meine Leidenschaft dafür verwenden, nach neuen Wegen, nach mehr Freiheit und mehr Gerechtigkeit zu suchen und mich mit den Menschen vernetzen, die das genauso sehen und das alles schon auf großartige Weise mutig leben.

MAMA BERLIN steht daher für ein Lebensgefühl, das für Freiheit und Loyalität, aber auch für Verantwortung, Authentizität, Klarheit, Offenheit und Fortschritt steht.

Dieser Blog soll Euch ermutigen, Euer Leben selbst in die Hand zu nehmen: Nutzt die Bildung, um Euren Horizont zu erweitern, findet Klarheit über Euch selbst und spürt die Liebe in Euch, damit Ihr Euch so annehmen könnt, wie Ihr seid. Folgt Eurem Herzen und seid mutig und aufrichtig.

Es wird Euch stark machen, wenn Ihr lernt, Eure Einzigartigkeit zu erkennen und sie genau da zu nutzen, wo sie gebraucht wird. Euch weder im Großen noch im Kleinen zu verbiegen oder unaufrichtig zu sein.

Danke, dass Ihr mit an Bord seid, Eure

MAMA BERLIN

PS: Als MAMA BERLIN schreibe ich, Verena Schulemann, seit Mai 2014 diesen Blog. Ich bin Mutter eines Sohnes und wohne in Berlin-Mitte.

PPS: Mehr Infos, aktuelle Nachrichten und Medienberichte zum Thema gibt es fast täglich neu auf meiner Facebook-Seite MAMA BERLIN

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