#verlosungmamaberlin: Was uns unsere Kinder über uns verraten

MAMA BERLIN Was Kinder uns lehren Attacke mit Brot

Es gibt so Bücher, die sind wie ein Gespräch mit einer guten Freundin, die lese ich und denke dabei: ,Ja, ja, genau! Stimmt. Absolut. So ist es. Du verstehst mich!’

„Attacke mit Brot – Wie unsere Kinder uns spiegeln und was sie uns lehren“ ist so eins. Geschrieben von der Journalistin, Solo-Mama und Autorin Isabell Karch (40), erschienen im Verlag Zeitenwende, der für seine spirituell angehauchten Bücher bekannt ist. Aber das passt – das Buch will nicht mit wissenschaftlichen Erkenntnissen glänzen, es will uns Denkanstöße geben, oder besser Gefühlsanstöße. Und es will ermutigen, das Positive zu sehen. Es ist der Versuch, dem Verhältnis Mutter-Kind oder auch Erwachsene-Kind etwas mystisches, wundersames zu verleihen.

In dem Moment, als ich meinen Sohn bekam, setzte sich der Generationsvertrag fort und ich war nicht mehr nur Kind, sondern auch Mutter und erlebte alte und längst abgelegt gedachte Rollenmuster bezüglich meiner Eltern erneut. Ich fragte mich: Wie will ich sein als Mutter? Was möchte ich meinem Kind mitgeben, was ihm ermöglichen? Wie soll mein Kind einmal sein, welche Werte möchte ich ihm vermitteln und wie haben meine Eltern mich überhaupt „erzogen“? 

Ein Kind zwingt uns, uns mit sich selbst auseinanderzusetzen. Diese Lebenstherapie kommt meistens unerwartet: Auch Isabell sitzt als Mama eines blondgelockten Sohnes zwischen den Stühlen: zunächst ist sie über alle Maßen beglückt, zugleich zehrt die Mutterarbeit an ihr. Und das alte berufstätige, ichbezogene Leben muss verabschiedet werden, was nie ganz ohne Opfer über die Bühne geht und die neue Rolle als Mutter gefunden werden.

Ich war innerlich die ganze Zeit gehetzt, war ständig mit etwas beschäftigt, kompensierte meine Gefühlsdefizite und negative Emotionen, die ich nicht spüren wollte, durch ausgiebiges Shoppen und ständiges Ablenken. Im Grunde tat ich wenig oder fast gar nichts für mich und meine wirklichen, meine echten Bedürfnisse und steckte täglich all meine Energie nach außen, um den Anschein des Glücklich-Seins zu vermitteln.

MAMA BERLIN Attacke mit Brot CoverSpirituell ist in unseren vernunftsorientierten Breiten normalerweise nicht so „das Ding“ – aber wer schon mal ein Kind bekommen hat, weiß, dass es da vieles gibt, was nicht so richtig erklärbar ist … Und egal wie rational wir sonst leben und denken, wenn wir unsere Kinder ansehen, ist zu viel einfach zu schön, um es erklären zu wollen – z.B. die Liebe, deren viele Spielarten und Wirkungsweisen wir immer noch nicht erklären können (zum Glück!).

Er spiegelte mir verborgene Konflikte, die noch nicht geheilt waren. Und als ich dann endlich hinschaute und diese (durch)fühlte, konnten sie endlich aufgelöst und geheilt werden. Mein Sohn war ein Geschenk, ein Geschenk der Liebe und der Heilung, um bei mir anzukommen und mein Selbst zu leben. Er reichte mir die Hand, endlich wieder im Moment zu leben und Liebe zu erfahren.

Auch Isabell wird klar, dass unser Wille nach Kontrolle, im Bezug auf Kindern schaden kann. Uns sie rät zum Seinlassen als Lösungsstrategie:

MAMA BERLIN Isabell Karch Attacke mit Brot

„Wie wenig können wir heute einfach hin- und annehmen! Haben wir Kopfschmerzen, nehmen wir eine Tablette, fühlen wir uns bedrückt oder traurig, schauen wir fern, greifen zum Telefonhörer und lenken uns ab, anstatt das Gefühl, das hochkommt, endlich einmal einmal zu fühlen und es SEIN zu lassen, so dass es heilen kann.“

Doch wie erreichen wir diesen Zustand, dass wir wieder mehr bei uns sind? Isabell gibt dafür einen konkreten Tipp: Meditation – sie selbst hätte so zu mehr Ruhe gefunden:

„Doch wie machst du das? Indem du still wirst, immer wieder. Setze dich hin und meditiere, auch wenn es anfangs nur fünf Minuten am Tag sind. Vielleicht schaffst du es auch nur ein oder zwei Mal die Woche, vielleicht hast du am Anfang auch das Gefühl, dass du das Stillsitzen und Stillhalten nicht aushältst. Als ich mir das erste Mal vorgenommen hatte, an einem Wochenende so lange wie möglich in die Stille zu gehen, überkam mich schiere Panik. Mein Verstand gab mir vor, was ich doch noch alles tun sollte, ich rannte wie ein eingesperrter Tiger in der Wohnung umher und musste letztendlich weinen. Ich hätte nie im Leben gedacht, dass ich das so wenig konnte und nicht gut mit mir allein sein konnte. Dabei sollte dies doch etwas ganz einfaches sein. Heute genieße ich die Auszeiten für mich und merke, wie das in die Ruhe-Kommen und das Gedanken-Vorbeiziehen-Lassen mir unendlich guttun, mich beruhigen, mich zentrieren und mir zeigen, dass ich nicht meinen Verstand, nicht mein Ego bin. Ich durfte meinen Gedanken, die ich da so täglich hatte, Beachtung schenken und lernen, was mich jeden Tag umtrieb.“

Mein Fazit: Ich habe das Buch gelesen und fühlte mich danach gut und angeregt. Es liest sich schnell auch gut nebenbei und verleiht einfach ein gutes Gefühl. Für alle, die ein wenig Zuspruch als Mutter brauchen ist es ideal.

MAMA BERLIN verlost drei Bücher. Schreib eine Email mit Deiner Adresse an moin@mamaberlin.org und verrate mir, was Du durch Dein Kind gelernt hast. Dann schicke ich Dir ein Exemplar nach Hause.  

 

Copy: Zeitenwende Verlag, Isabell Karch

 

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