Aufwachen Mädels! Schluss mit Jammern. Macht, was hilft: Euch AUFKLÄREN

Ich bekomme regelmäßig Anfragen, meistens von Müttern, die mich um Hilfe bitten. Die sich wundern, warum Gerichte so oder so urteilen. Die sich benachteiligt fühlen, die es ungerecht finden, wie sie und ihre Kinder behandelt werden: Von Jugendämtern, von Gerichten, vom Job-Center, vom Finanzamt oder vom Staat.

Fast immer ist da ein Umstand auffällig: Die Frauen, die mich anschreiben oder anrufen, haben sich erst zum Zeitpunkt der Trennung mit den bestehenden Umständen oder Gesetzen befasst und ihnen fällt erst DANN auf, wie die Rechtslage ist – und finden sie meistens ungerecht.

Wie konnte es eigentlich dazu kommen, dass die Familienrechte oft so zum Nachteil der Frauen sind?

Das betrifft verheiratete Frauen genauso wie unverheiratet. Sie alle scheinen, wie plötzlich wach gerüttelt. Leider ist es dann meistens schon zu spät.

Aber was viel wichtiger ist: WAS ist da los? Werden wir alle nicht aufgeklärt? Machen das weder unsere Eltern, noch die Schule, noch sonstige Institutionen? Und: Ist das mit Absicht so? Und: Warum sind wir denn so desinteressiert an den Familienrechten? Warum mischen wir uns denn nicht ein? Warum lassen wir es  uns denn gefallen, dass sie so zu unserem Nachteil ausgerichtet sind?

Die Kritik ist berechtigt, denn dass es die Tendenz gibt, unverheiratete Mütter verheirateten Mütter unterzuordnen (wenn erstere es nicht schlau oder aufgeklärt genug angehen) ist deutlich zu erkennen. Ersteren werden mehr Lasten, mehr Pflichten, mehr Steuerzahlungen und mehr Möglichkeiten zur Gängelung (durch Überprüfung von Jugendämtern z.B. oder Gerichtsbeschlüsse oder auch Gerichtsanträge, gegen die kein Kraut gewachsen ist und die sehr viel Geld kosten) aufgebürdet.

Leider ist das im Bewusstsein der meisten deutschen Frauen noch nicht angekommen. Viele denken immer noch, es sei wie damals, bei Mutti. Sie wären im Fall einer Scheidung ja gut durch den Ex-Mann oder Vater versorgt. Äh-äh, meine Damen. Nichts da. Das ist schon lange, lange nicht mehr so. Sogar Eure Kinder haben keine Sicherheit. Die Herren Väter können sich heute süffisant lächelnd aus dem Staub machen (und sich sogar um den piefigen Unterhaltssatz für ihre Kinder drücken können, ohne, dass groß was passiert, obwohl es Gesetze gibt, die eine andere Aussage haben). Leider ungeil, aber wahr.

Auch kluge Frauen sind nach einer Trennung oft vor den Kopf gestoßen, weil sie sich nicht über Rechte und Gesetze aufgeklärt haben

Aber selbst die smarten, die beruflich alles richtig gemacht haben, auf eigenen Beinen stehen, finanziell unabhängig sind, klug und gebildet, sind oft unwissend, wenn es um Sorge- und Umgangsrecht geht. Da denken sie, sie behielten nach der Trennung die Zügel in der Hand und die Bestimmungsgewalt und könnten alleine entscheiden, wann, wie und wo ihre Kinder seien müssen – so wie verheiratete Frauen auch.

Leider auch ein schwerer Irrtum. Und nicht viele macht das fix und fertig oder rasend vor Wut, wenn sie die Auflagen von Jugendämtern, Gerichtsbeschlüssen Folge leisten müssen. Diese Frauen fallen aus allen Wolken, wenn ihnen klar wird, dass die Dinge gegen ihren Willen festgelegt werden können, dass sie selbst mit Ordnungsgeldern belegt werden können (z.B. wenn sie Umgang verweigern, während der Vater aber seine Umgänge sanktionslos so oft aussetzen kann, wie es ihm beliebt). Dass oft die Elternrechte von den -pflichten entkoppelt werden, weil eben das Kindeswohl und nicht das Mütterwohl oder Elternwohl im Fokus der Entscheidungen steht. Oder die sich finanziell verschulden müssen, weil die immer wieder neu eingereichten Anträge des anderen Elternteils enorme Summe an Anwaltskosten verschlingen.

 

 

das sind alles schlimme Defizite im deutschen Staat 2017. Und das gleiche gilt natürlich auch für Väter, die von der Mutter ihrer Kinder auf die selbe Weise im Stich gelassen wurden …

Aber wofür wir nur wir selbst uns verantwortlich machen können, ist, dass wir Kinder mit genau solchen Typen bekommen haben. Dazu hat uns niemand gezwungen, dass haben wir selbst – ob naiv, unbewusst oder im vorausschreitendem Gehorsam – uns selbst zuzuschreiben und da können wir auch noch so oft die moralische Kampfreden halten, dass das alles unmöglich ist, was die Typen da machen, es ändert nichts an der Tatsache: Wir haben es uns selbst ausgesucht. Leider. Und das kann auch weder ein Gericht, noch ein Jugendamt oder ein Mediator rückgängig machen.

Was ist also zu tun?

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