Wie SEXISTISCH denkst DU? #sexismus ist überall – siehst du ihn? Teste Dich!

20170223 MAMA BERLIN Alltags Sexismus

Gestern in der Straßenbahn: Mein Sohn sagt plötzlich „Negerkuss“ und wird schief von einem Typen angeschaut: Erst er, dann ich, die ihm hektisch erklärt, dass es Schokokuss heißt (zu unser Verteidigung muss ich sagen, dass mein Sohn keine Ahnung hat, was Neger überhaupt bedeutet, geschweige denn, dass das Wort als Schimpfwort verstanden werden kann).

Dann, keine zwei Minuten später, der gleiche Typ, der eben so streng geguckt hat, erzählt feixend einen „Blondinen“-Witz (by the was: Ich bin blond), also einen Witz, der weibliche Klischees bedient und sich über vermeintliche Dummheit von Frauen lustig macht oder nennen wir es beim Wort: Frauen verbal diskriminiert.

Warum lieben Blondinen Schiebedächer? Mehr Beinfreiheit … Ja, ich weiß, es ist ein WITZ! Doch wieso reagiert der Typ beim Thema Rassismus empört, während er Sexismus okay findet?

JA, Sexismus ist schlimm. Er wertet nicht nur die betreffende Person herab, er grenzt aus, er demotiviert, er beleidigt, er wirkt überheblich, er nervt, er provoziert Gegenreaktion und Aggressionen – und wenn ein Chef gegenüber seinen Mitarbeitern sexistisch auftritt, missbraucht er sein Machtverhältnis mit nicht selten gesundheitlichen und psychischen Folgen für die Betroffenen, wenn sein Verhalten chronisch ist. 

Empört sind wir, wenn wir hören: Das ist nichts für Juden! Aber nicht, wenn jemand sagt: Das ist nichts für Frauen!

Manchmal scheint es, als leben wir in einer ziemlich verblödeten, stupiden Gesellschaft voller Rohlinge, die sich ihrer eigenen Vorurteile – trotz DAUER-NAZI-REICH-GESCHICHTS-LEHRPLAN – in keiner Weise bewusst sind. Empört sind wir, wenn wir hören: Das ist nichts für Juden! Aber nicht, wenn jemand sagt: Das ist nichts für Frauen!

„Ist doch klar, dass die das nicht kann, ist doch ’ne Frau! Lass mal Mutti ran, Männer können so was nicht!“ Bitte hier Frau und Männer durch „Schwarze“ oder „Juden“ ersetzen – falls euch nichts aufstößt. Denn dann wird sofort klar, dass das gar nicht geht!

Dabei ist es eigentlich ganz einfach: Immer wenn pauschal Menschen auf Grund von (eigentlich irrelevanten äußerlichen Merkmalen) zu einer Gruppe zusammenfasst werden und denen noch im Gesamten ein Merkmal zugeordnet wird, ist es ein -ISMUS-Ding.

  • Sexistisch ist, wenn ich sage: Polen klauen, Türken sind aggressiv, Araber gewalttätig gegenüber Frauen, Frauen oberflächlich und geldgeil und Männer hätten keine Ahnung von Kindererziehung. 
  • Aber auch abgeschwächte Sätze wie: „Frauenkörper sind ja meistens schon schöner als Männerkörper, aber dafür sind Frauen auch nicht so … “ Oder: „Männer sind einfach alle verlogen“. 
  • Oder auch: „Frauen können keine wirklichen Führungspositionen halten, erst recht nicht, wenn sie Kinder haben – oder sie sind einfach schlechte Mütter, beides geht nicht.“ Aber auch: „Männer wollen doch gar keine Väterverantwortung übernehmen. Die haben ihre Karriere im Kopf und sie müssen auch immer dominieren, damit sie sich als Herr im Haus fühlen. Sonst kriegen sie wahrscheinlich keinen hoch …“ 

Schon mal selbst so geredet? Schon mal gehört, wie die Eltern oder Verwandte das gesagt haben und man dachte: ,Ach, Mensch, stimmt ja irgendwie …‘ Tja, das ist das Verhängnisvolle. So wie es in Nazi-Deutschland normal war zu sagen: „Die Juden gehören nicht zum Deutschen Volk“ (komisch, aber die Jahrhunderte davor schon …), fehlt vielen heute die Sensibilität für sexistische Boshaftigkeit.

Für Rassismus sind wir sensibilisiert – bei Sexismus oft taub

Das ist fatal – denn Ausgrenzung, Frauenfeindlichkeit und Männerfeindlichkeit, beginnt im Kopf und ist immer konstruiert. Die Menschen sind alle ziemlich gleich, die genetischen und die kulturellen Unterschiede, das haben Studien erwiesen, sind marginal. Was man immer wieder in Notsituationen sieht: Wenn die Gruppen zusammenarbeiten, wird die Wahrscheinlichkeit für alle zu überleben, am größten. Und noch eins: Wenn wir unseren Fokus auf Erfahrungen und innere Zustände richten, spielen Äußerlichkeiten sofort keine Rolle mehr:

Warum denken wir sexistisch? Rassistisch? Dahinter stehen Ängste und ein einfaches psychologisches Prinzip, das immer dann zur Anwendung kommt, wenn ein Charakter merkt, dass er den Anforderungen der Gesellschaft oder seiner Umwelt nicht mehr ganz gewachsen ist: ER macht sein Gegenüber klein, um sich selbst hervorzutun. Das funktioniert – trotz der offensichtlichen Unlogik – erstaunlich gut.

Und noch ein Grund, warum wir sexistisch denken: Es ist schwer dagegen anzugehen. Sexismus zur Sprache zu bringen, kann Nachteile für die Frau haben. Eine deprimierende US-Studie liefert dazu die Zahlen: Frauen, die auf Gleichberechtigung pochen, zum Beispiel am Arbeitsplatz, werden oft aktiv dafür bestraft. Die kritische Thematisierung von Sexismus gilt in der Regel als Grobheit und Gipfel der Humorlosigkeit. Sätze wie: „Mein Gesicht ist übrigens hier oben“ oder „Unterbrechen Sie mich nicht ständig, Herr Kollege“, werden, von Frauen geäußert, als Affront verstanden. Aber das ist nur einer von vielen Punkten des täglichen Sexismus.

Daher folgt hier meine Auflistung von alltäglichem Sexismus und Diskriminierung (die Liste beruht auf der Zusammenstellung von Soraya L. Chemaly). Ihr werdet merken, wie manifestiert unsere Vorurteile zum Teil sind. Ich möchte hier sensibilisieren. Frag Dich selbst: Wie stehe ich dazu? Vielleicht ist es eine Verbesserung, wenn wir merken dass unsere stereotypen Vorstellungen von Männlich- und Weiblichkeit eigentlich Ausdruck patriarchalischer Unterdrückung ist.

1. Religiöser Sexismus und Diskriminierung

Glaubst du wirklich, dass Frauen nicht dazu in der Lage sind, religiöse Verantwortung zu übernehmen? Päpstin, Priesterin, Dalai Lamain oder Imamin zu sein? Dass Gott/Allah/Buddah/Jahwe niemals eine Frau ist, es keine Prophetinnen gibt? Dieses ritualisierte Stillstellen von Frauen wird von beinahe allen großen Religionen praktiziert: Sie verbieten – mit wenigen Ausnahmen – Mädchen und Frauen, religiöse Führungspositionen zu übernehmen. Der Zugang zum Göttlichen wird also nur von männlicher Seite aus und durch ihre Stimme vermittelt.

Das ist legal völlig unangefochtene Diskriminierung und ihre Auswirkungen gehen weit über religiöse Praktiken und Orte hinaus. In dem Moment, in dem ein Mädchen heraus bekommt, dass sie zur Teilnahme an kirchlichen Riten nicht eingeladen ist, weil sie ein Mädchen ist, erfährt sie, dass ihre Stimme machtlos ist und nicht respektiert wird. Und das Gleiche erfahren die Jungen um sie herum. Aber hey, wenigstens bezahlen wir dafür, dass öffentliches Gut unterminiert wird, indem wir Steuern und Subventionen an die Kirche zahlen. Findest Du das richtig?

2. Doppelmoral

Wir leben mit einer ständig präsenten, hierarchisierenden Doppelmoral, die rein auf dem Geschlecht beruht. Sie schränkt die Freiheit von Frauen ein und hält uns davon ab, ein sicheres, erfülltes und selbstständiges Leben zu führen. 50 von diesen Ungerechtigkeiten hat Jessica Valentis in ihrem Buch He’s a Stud, She’s a Slut (dt. „Er ist ein Hengst, sie eine Hure“) nachgespürt. Sie spielen in alle Lebensbereiche hinein: Das reicht von der Forderung, dass Frauen mehr Selbstkontrolle und Höflichkeit beweisen müssen über den völlig anderen Umgang mit Alterserscheinungen bei Männern und Frauen bis hin zu verdrehten Ideen über „natürliche“ Fähigkeiten von Männern und Frauen.

3. Ritterlichkeit, auch bekannt als wohlmeinender Sexismus

Ein Mann, der uns die Tür aufhält und nichts dagegen hat, wenn wir dasselbe für ihn tun, ist eine Sache. Aber jemand, der das kategorisch ablehnt, ist ein richtiges Problem. Wohlmeinender Sexismus, der oft als „Beschützertum“ oder „Ritterlichkeit“ verkauft wird, ist nämlich eines der zentralen Merkmale dafür, dass unser Konstrukt von Männlichkeit und Weiblichkeit einer konservativen Kultur entspringt.

Studien haben bewiesen, dass besonders „ritterliche“ Leute besonders häufig sexistische Meinungen vertreten – dieses Phänomen wird definiert als „negative Konsequenz einer männlichen Haltung, die Frauen als rein, moralisch und anbetungswürdig idealisiert; als Objekte, die von Männern verehrt, beschützt und versorgt werden müssen.“ Viele dieser Manieren werden schon in der Kindheit erlernt, und zwar um Mädchen und Jungen dazu zu erziehen, wahre „Damen“ und „Kavaliere“ zu werden (anstatt sie einfach zu anständigen und liebenswürdigen Menschen heranwachsen zu lassen, die zusammenhalten).

4. Lohnunterschiede

Der Verdienstunterschied zwischen Mann und Frau wurde lange einfach geleugnet. Erst konkrete Studien und Umfragen legten den Skandal offen – 22 Prozent. Um es deutlich zu machen: Nicht der Gesamtlohnunterschied von Männer und Frauen ist gemeint – dann wäre die Zahl noch viel höher – sondern was verdienen bei gleicher Ausbildung, gleichem Abschluss, gleichen Noten, gleicher Berufserfahrung und gleichem Karrierestand ein a) Mann und b) eine Frau im selben Beruf. Ergebnis: Von 534 verglichenen Berufen verdienten Männer in 527 Jobs mehr als Frauen (US-Studie)!

Viele Frauen leugnen hier das Problem. Frauen wie die US-Amerikanerin Phyllis Schlafly hat kürzlich verkündet, dass ein Schließen der Verdienstlücke zu dem Ergebnis führen würde, dass Frauen keine Ehemänner mehr finden würden. Ideen wie diese wurzeln tief in dem systematisch propagierten Ideal eines Arbeiters, der männlich und Alleinverdiener zu sein hat. Dazu passen Aussagen wie „Geld ist für Männer wichtiger als für Frauen“. Klar, logisch. Frauen brauchen kein Geld, die leben von Luft und Liebe!

4. Der hohe Preis für Sicherheit

Jeden Tag zahlen Frauen den Preis dafür, sicher leben zu können. Das kostet Zeit und Geld und schränkt die Flexibilität in der Arbeitswahl ein. Manche Jobs können nämlich plötzlich ziemlich gefährlich für Frauen werden: Da brauchen Sie nur Reporter, LKW-Fahrer, Migrationshelfer oder Aktivisten zu fragen.
Fragen Sie sich Folgendes, liebe Männer: Fühlt ihr euch in ihrer Straße sicher? Überlegt ihr euch genau, wann und wo ihr einkaufen geht? Habt ihr ein ausgeklügeltes Parksystem entwickelt, wie beispielsweise nicht neben einem Van zu parken? Verwendet ihr einen Schlüssel oder ein Pfefferspray als Waffe oder ergreift andere ähnliche Maßnahmen? Gebt ihr Geld fürs Männer-Fitnessstudio aus, weil ihr nicht problemlos auch abends draußen nach der Arbeit Sport machen könnt? Fahrt ihr nach der Disco grundsätzlich im Taxi nach Hause und geht niemals zu Fuß durch die Nacht? Habt ihr Angst, vergewaltigt zu werden? Denkt ihr, dass viele Frauen denken, wenn ihr abends alleine nach Hause geht, ein offenes Hemd tragt oder eine kurze Hose, es sei völlig in Ordnung euch in den Schritt zu greifen und euch auch zu vergewaltigen, ihr seid doch selber schuld, wenn ihr so rumlauft?

5. Sexismus in familienfreundlichen Medien ist sogar unterhaltsam 

Die meisten Leute, die ansonsten sehr bedacht sind auf das Wohlbefinden ihrer Kinder, gehen vollkommen leichtfertig mit den fragwürdigen Darstellungen der Unterhaltungsindustrie um. Wenn Sie einen Familien-Film sehen, in dem auf 20 Männer eine Frau kommt (normalerweise insgesamt nicht mehr als ein oder zwei) – sagen Sie dann etwas? Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht, dass es bei diesem Ungleichgewicht 20 Mal mehr Jobs für Männer als für Frauen in der Filmbranche gibt? Und was dieses Missverhältnis vor und hinter dem Set bedeutet?

6. Frauen zahlen mehr für ihre Produkte

Ein T-Shirt für Frauen von der selben Marke ist teuer als das Pendant für Männer – seltsam, denn beim Mann wir mehr Material verbraucht. Der Haarschnitt für die Frau, das Deo für die Frau, der Rasierschaum für die Frau, die Hose für die Frau, die Unterwäsche für die Frau, sogar die Hautcreme und das Duschgel für die Frau ist bei gleicher Menge teuerer als das für den Mann. Wieso? Tja, gute Frage … Also, meine Damen: Hört auf, diesen Müll mitzumachen.

7. Unsere Sprache

Im Arbeitsausschuss sitzen fünf Frauen und zwei Männer – dennoch lesen wir: „Die Politiker kamen zu dem Entschluss …“ statt die „Politikerinnen“. Frauen reden über sich selbst: „Ich bin wirklich kein guter Beifahrer!“ Nein, Herzchen, Du bist eine Beifahrerin … Oder: „Meine Kollegen haben gestern …“ – obwohl es sich fast nur um Frauen handelte.  Wir verwenden ständig und ohne es zu merken männliche Gattungen und machen uns selbst unsichtbar. Aber auch andere abwertende Sprachmodi sind gängig: Auch erwachsenen Frauen wird oft das Label Mädchen/Mädel angehaftet (Mädelsabend/Männerabend) – warum? Außerdem sind Anreden wie: Süße, Baby, Schätzchen – auch bei uns unbekannten Frauen – normal.

8. Vorurteilen gegenüber Männern

Ich habe Frauen gesehen, die ihren Männern das Baby vom Arm nehmen, sobald es ans Wickeln geht, weil „Männer so etwas nicht können“. Oder vielleicht haben Sie ja schon einmal Männer sagen hören, sie seien der „Babysitter“ ihrer Kinder, oder Sie haben Werbungen gesehen, in denen Männer als inkompetente Idioten und werden als Deppen-Dad oder Fauler-Sack-Ehemann dargestellt werden, sobald sie sich an die Hausarbeit machen, während die Ehefrau liebevoll lächelnd ihnen vormacht, wie der Haushalt geht.

 

 

 

 

 

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8 Comments

  • Hallo,
    was hier geschrieben wurde finde ich toll!
    Auch ich habe mich zu diesem Thema schon viel zu oft ausgetobt – dass ein PornHub mittlerweile voll legitimiert ist unter der Gesellschaft finde ich mindestens erschreckend. (Vom Fitness-Lifestyle ganz zu schweigen…)
    Deshalb, schöner Text, toller Artikel!

    Liebe Grüße, Julius!

  • schreibt bitte auch mal über die Tatsache, dass Männer per rechtlicher Definition nicht von einer Frau vergewaltigt werden können! Sprich, wird ein Mann von einer weiblichen Person vergewaltigt, hat es diese Vergewaltigung per rechtlicher Definition nicht gegeben. Die andauernde Gewaltverherrlichung gegen Männer in sämtlichen Medien, die andauernde Darstellung aller Männer als sexuell verfügbare stets Sexwillige Vollidioten und die Doppelmoral bei weiblichen Sexualdelikten, etc.
    Durch schweigen oder masslose Untertreibung wie hier kann die Tatsache, dass es mindestens so viele sexistische Stereotypen gegen Männer gibt, nicht verleugnet

    • Dass Gewalt gegen Männer verHERRlicht wird und das auch noch andauernd und in sämtlichen Medien, finde ich eine interessante Wahrnehmung, kann ich aber nicht teilen. Der Vergewaltigungsakt ist nicht strafbar, weil es sich rein technisch nicht so einfach umsetzen ließe. Ein Mann kann eine Frau gegen ihren Willen penetrieren, aber das Ding vom Mann gegen seinen Willen bei der Frau einzufügen ist schon etwas schwieriges … Die Quote von Schuldurteilen zu Lasten der Angeklagten bei Vergewaltigungsprozessen liegt bei ca. 10 Prozent. Der Rest wird freigesprochen (Das sind schon die Prozessquoten, ein erheblicher Teil wird schon vorher nicht zum Verfahren zugelassen). Sexueller Missbrauch ist dagegen sehr wohl für alle Geschlechter strafbar und wird sehr wohl geahndet. Die Vergewaltigungsquote bei männlichen Homosexuellen liegt zum Vergleich wesentlich höher als bei weiblichen Homosexuellen. Es scheint doch eher ein Gewaltdelikt von männlicher Seite zu sein. Dass es nicht auch sexuell missbräuchliche Frauen gibt, steht aber für jeden normalen Menschen nicht im Zweifel. Vielleicht umgibst Du dich mit den falschen Menschen?

      • Hmmm, was ist eigentlich aus dem § 183 StGB geworden? Eine Straftat, die angeblich nur von Männern begangen werden kann?
        Immer noch keine Gleichberechtigung?
        Warum kämpfen die Gleichstellungsbeauftragten und Frauenförderer nicht auch an dieser Front?
        Weil vorausgesetzt wird, daß Exhibitionismus durch Frauen in der Öffentlichkeit akzetabel ist?

        Was die Vergewaltigung durch Frauen betrifft:

        http://www.bild.de/ratgeber/2017/vergewaltigung/wenn-frauen-maenner-vergewaltigen-49850910.bild.html
        http://www.frauenzimmer.de/cms/vergewaltigung-durch-frauen-warum-es-immer-noch-ein-tabuthema-ist-1537802.html
        http://www.focus.de/regional/hagen/gerichtsprozess-in-hagen-27-jaehrige-frau-vergewaltigt-schlafenden-mann-und-wird-durch-dna-test-ueberfuehrt_id_5807309.html
        http://www.queer.de/detail.php?article_id=7124
        http://archiv.zeitjung.de/menschen/11078-kann-ein-mann-vergewaltigt-werden-opfer-rechnen-mit-ihren-peinigern-ab/

        Das sind die ersten Treffer schon allein auf der ersten Google-Seite.
        Nur weil es in Deutschland und besonders durch den Feminismus geleugnet wird, muß es noch lange keine Lüge oder Phantasterei sein.

        Was die Quote bei Vergewaltigungsanzeigen betrifft, z.B. hier (Ab Seite 176):
        http://www.polizei.bayern.de/content/4/3/7/vergewaltigung_und_sexuelle_n_tigung_in_bayern_bpfi.pdf

        Da steht übrigens auch, warum „ein erheblicher Teil wird schon vorher nicht zum Verfahren“ zugelassen wird – Sehr lehrreich.

        • Was ist eigentlich mit dem §218 – eine Straftrat, die nur Frauen begehen können …
          Vielleicht ein wenig weiter denken – statt sich für so klug zu halten?!

          • §218 – Hmm, laß mich raten – einen Menschen töten…
            warte mal. Naja, sollte wohl auch straffrei für Frauen werden, wenn Du so fragst.
            Zwar ist mit §218 auch der abtreibende (männliche) Arzt gemeint aber was solls.
            §218 (1) Freiheitsstrafe 3 Jahre für den abtreibenden Arzt
            §218 (2) Freiheitsstrafe 6 Mon bis 5 Jahre für den abtreibenden Arzt in schweren Fällen
            §218 (3) Freiheitsstrafe 1 Jahr, wenn es die Schwangere selber macht.

            Wie war das jetzt nochmal mit dem „eine Straftrat, die nur Frauen begehen können …“?

            Aber wass soll’s.
            Du hast Recht. Hiermit. Offiziell.
            Frauen sind die Besten
            Menschen
            der Welt.
            Da geht nix drüber.
            Und deswegen sollte der Feminismus endlich ins Matriachat münden – weil Frauen eben bessere Menschen sind.
            Dann gäbe es auch keine männlichen „Hater“ mehr, weil diese von den herrschenden Frauen mal fix in Arbeits-, Umerziehungs- oder Vernichtungslager kämen.

            „Männlichkeit muss gar nicht erst durch nachprüfbare Kausal­ketten mit dem Unerwünschten verknüpft werden. Sie erfüllt eine viel schlichtere Aufgabe: Sie ist die Kurzformel für Missstände aller Art. So wie wir gelernt haben, schneller Reize wegen Bildschirme und Plakatwände mit nackten Frauen zu füllen, so haben wir uns antrainiert, jedem Problem einen männlichen Defekt beizugesellen, der es irgendwie verursacht haben soll.“

            Und Alice Schwarzer bekundete in dem EMMA-Beitrag „Beyond Bitch“ (1994/2), nachdem Lorena Bobbitt ihrem schlafenden Mann, der sie jahrelang misshandelt und vergewaltigt haben soll (!), den Penis abgetrennt hatte: „Sie hat ihren Mann entwaffnet. (…) Eine hat es getan. Jetzt könnte es jede tun. Der Damm ist gebrochen, Gewalt ist für Frauen kein Tabu mehr. Es kann zurückgeschlagen werden. Oder gestochen. Amerikanische Hausfrauen denken beim Anblick eines Küchenmessers nicht mehr nur ans Petersilie-Hacken. (…) Es bleibt den Opfern gar nichts anderes übrig, als selbst zu handeln. Und da muss ja Frauenfreude aufkommen, wenn eine zurückschlägt. Endlich.“

            Die US-amerikanische Feministin Sally Miller Gearhart. In ihrem 1982 veröffentlichten Essay „The Future – if there is one – is Female“ stellte die Professorin und Pionierin der Gender Studies folgende (ernstgemeinte) Forderungen auf:
            1. Jede Kultur muss jetzt Schritte unternehmen, damit die Zukunft weiblich wird.
            2. Die Verantwortung für den Fortbestand der menschlichen Gattung muss in allen Kulturen wieder in die Hände der Frauen gelegt werden.
            3. Der Anteil der Männer muss auf etwa 10 % der menschlichen Rasse reduziert und festgeschrieben werden.“

            Wünsche Dir eine frohe, von lästigen Männern freie Zukunft.

          • oh, Mann. Das ist wirklich nicht mein Niveau – es ist nicht nur der Arzt auch die Ärztin … Aber ich meinte es auf die Biologie von Mann und Frau bezogen, aber da tut sich jemand schwer, zu verstehen. Eine Frau kann mit ihrem Geschlechtsteil nicht gewaltsam in einen Männerkörper eindringen, ein Mann kann niemals schwanger sein und daher auch nicht selbst abtreiben (was strafbar ist).
            Auch sinnlos sind die Zitate – was hat das mit mir zu tun???? Das ist so logisch, als wenn ich jetzt Zitate von Hitler, Stalin, Mao etc. nehmen würde und sie Dir – ALS AUCH EIN MANN – an den Kopf werfen würde.
            Ich muss jetzt echt sagen: Es wird mir hier zu doof auf diesem Niveau, in Zukunft fliegen diese Doofi-Beiträge wegen Nicht-Qualifikation raus. Unterhaltet euch am Stammtisch oder wo auch immer.

  • Nette Webseite.

    Klar, warum sollten Frauen nicht die absolute Deutungshoheit beanspruchen und mit Hilfe der Justiz Geld bei Männern eintreiben?

    Antwort:

    Weil jeder Sohn einer Mutter später genau die selben Probleme hat. Denn der Blödsinn kann irgendwann selbst bei den dümmsten Männern nicht mehr verschleiert werden.

    Kapitalismus wird nicht einfach nur von Männer, also männlichen Unternehmern gemacht. Es gibt auch sehr reiche Unternehmerrinnen. Und wer in der Hoffnung lebt, dass es nur Ausbeutung von abhängig Beschäftigten sein kann, wenn der Unternehmer ein Mann ist, der sollte als Frau noch mal versuchen den Hauptschulabschluß nachzuholen.

    Übrigens – die meisten sehr reichen Männer als Unternehmer haben Frauen, die zu ihren Männern stehen. Sie finden den Feminismus deshalb so gut, weil fast jeder geschiedene Mann als Vater – jedenfalls spätestens wenn ein Familiegericht der ExEhefrau/Mutter einseitig das Sorgerecht für die Kinder übertragen hat – eine erhöhte Erwerbsobligenheit gegenüber seinen minderjährigen Kindern hat. Jedes Unternehmerherz schlägt da höher, wenn er mit der Ausbeutung eines abhängig beschäftigten Mannes auch noch dem Kindeswohl dienlich sein kann – erst recht wenn in einem Land Massenarbeitslosigkeit herrscht. Zahlt jemand nicht, liegt eine Straftat vor.

    Das Leutnant Dino nicht zahlt, kann man verurteilen. Bringt aber nichts, denn die Frau, die die Kinder oder das Kind einfach mitgenommen hat und in eine weit entfernte Stadt abgehauen war, wird natürlich schon als Frau – eben als der grundsätzlich bessere Mensch – seine Gründe dafür gehabt haben.

    Egal wie man über Bräunig denkt. Rechtsbeugung im Familiengericht, auch zum Wohle von Kindern und natürlich zum Nachteil von Männern und Vätern, ist, wie jede Rechtsbeugung, eine Straftatbestand – also ein Verbrechen. Der Fall Görgülü (siehe z. B. Wikipedia) war da ziemlich eindeutig. Aber natürlich war es nicht möglich die rechtsbeugenden Richter bzw. Richterinnen auch abzuurteilen.

    Wer als Mutter für seinen Sohn verantwortlich handeln will, wird eher nicht wirklich etwas für dessen Kindeswohl tun, wenn die Mutter seinen Vater verteufelt. Ein „Aber“ gibt es da heute nicht mehr.

    Und natürlich sind Söhne als erwachsene Männer, die bei der Diskriminierung ihrer Väter mitgewirkt haben, später eher wenig zu bedauern, wenn sie im Fall des Falles später als Mann und Vater selbst betroffen sind. Aber das gilt eben möglichweise nicht für Detlef Bräunig.

    Übrigens: Nationale Volksarmee (NVA) und Grenztruppen waren in der DDR, falls nicht von Anfang an, wohl aber spätestens ab den sechziger Jahren, völlig getrennte bewaffnete Organe der DDR Die NVA – Bräunig hat wohl bei den Pionieren der NVA gedient – also den Truppen die Brücken legen und militärische Eisenbahnstrecken im Krieg bauen – hat also nicht auf Grenzverletzter aus der DDR geschossen. Das waren die Grenztruppen der DDR. Aber Wehrdienstpflichtige konnten eben nicht nur zur NVA sondern auch zu den Grenztruppen der DDR eingezogen werden. Da Bräunig Berufsoffizier war, durfte er mit großer Wahrscheinlichkeit sich sein Einsatzgebiet selbst aussuchen. NVA und Grenztruppen waren in der DDR nicht das gleiche. Die Insel Rügen hatte keine Landgrenze zur BRD. Und Bräunig hat nicht bei der DDR-Volksmarine oder Küstenwache gedient. Er wäre also ohne Krieg auch nicht in Lage gekommen auf Grenzverletzer aus der DDR zu schießen.

    Ich glaube sogar, dass die Zeit, in der sich Frauen von billigem Männerhass beinflussen lassen haben, dürfte eher vorbei sein, wie die Wikimannia nachgewiesen hat. Zum Beispiel: Die Österreicherin Christine Bauer-Jelinek (Buch: „Der falsche Feind“). Sie ist nicht die einzigste Frau, die beim plumpen Männerbashing nicht mehr mitmachen möchte. Warum? Weil sie verstanden hat, wie der aktuelle neoliberale Kapitalismus funktioniert.

    Es bring also eher nichts Bräunig zu bashen. Und natürlich gibt es heute auch sehr viele dumme Söhne, die halt bei alleinerziehenden Müttern aufgewachsen sind. Sie merken zu spät, dass sie für das Wohl ihrer Mütter mißbraucht worden sind. Und natürlich habe ich nicht wirklich viel für solche Pfeifen/Flitzpipen übrig. Bräunig gehört er ganz bestimmt nicht dazu. Er hat damals mit der Wende/Mauerfall bei der NVA gekündigt und ist einfach in den Westen arbeiten gegangen. Dort hat er gut verdient, bis er an seine Abzockerin geraten ist.

    Ich habe übrigens selbst 2 erwachsene Söhne und weiß wovon ich schreibe. Und natürlich habe ich nichts gegen junge Feministinnen, die sich an Männer abarbeiten wollen. Aber für ziemlich dämlich halte ich sie trotzdem.

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