#Adventskalender: Heute machen wir als Family mal langsam …

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Heute, am 19. Dezember, liegt ein wichtiger Ratgeber zum Runterkommen in meinem kleinen #Adventskalender.

Der Preis heute: Der Familienratgeber zu mehr Achtsamkeit und Entschleunigung Slow Family – Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern von Julia Dibben und Nicola Schmidt.

Was Ihr machen müsst, um zu gewinnen? Ganz einfach: Lest den Text, beantwortet die aktuelle Frage, schickt eine E-Mail mit Lösung und Eurer Anschrift (alles bleibt vertraulich!) an moin@mamaberlin.org und liked meine Mama Berlin Seite bei Facebook, falls Ihr es noch nicht gemacht habt ; ). Der Gewinn kommt direkt zu Euch nach Hause.mama-berlin-adventskalender-slow-family

Warum wir – nicht nur an Weihnachten – öfter einen Gang runterschalten sollten

Schon wieder ist Weihnachten und es war mal wieder keine Zeit für all die schönen, besinnlichen Dinge, die ich im Advent genießen wollte. Zum Beispiel Plätzchen backen und Weihnachtskarten basteln.

Das Jahr ist fast vorbei und so vieles, was ich mir vorgenommen hatte, hab‘ ich 2016 nicht gemacht. Stattdessen hat mich schon Mitte Januar der altbekannte Stress in einen Strudel gezogen. Für den guten Vorsatz, mein (Familien-)Leben bewusster und weniger hektisch anzugehen, war plötzlich keine Zeit mehr.

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Nicola Schmidt

Und am Ende des Jahres kommt nun dieses diffuse Gefühl auf, dass man das vergangene Jahr (wieder) nicht so gelebt hat wie man eigentlich wollte.

Aber aufgeben werden ich meinen Vorsatz deswegen noch lange nicht! Die Journalistin, Autorin, Mama und Attachment-Parenting-Expertin Nicola Schmidt und und ihre Kollegin Julia Dibbern mit einem ganz ähnlichen Portfolio, stehen mir da jetzt zur Seite.

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Julia Dibbern

Sie haben ein Buch geschrieben, das uns Müttern (und Vätern) dabei helfen kann, das Familienleben etwas entspannter, einfacher, langsamer zu leben. 

Woher wissen die beiden wie Slow Family geht?

Alles, wovon Julia und Nicola schreiben, haben sie selbst erlebt oder ausprobiert. Das macht das Buch authentisch und mit den vielen Anekdoten amüsant, die Mission ihrer Artgerecht GbR, von der die Bücher nur ein Teil sind, ist es, Kinder mit einer gesunden Bindung an andere Menschen und unseren Planeten aufwachsen zu lassen.

Da geht es um Themen wie Schlafen, Stillen, Attachment Parenting und das Schonen von Ressourcen. Dazu veranstalten sie Vorträge, Kurse und Camps in der Natur. Einiges davon ist auch in dieses Buch eingeflossen.

Erst war ich skeptisch: Ist das so ein Schlechte-Laune-Ratgeber, der mir – zwar berechtigt, aber auch mit großem Zeigefinger – vor Augen führt, wie viel eigentlich anders laufen sollte in meinem Alltag? Und dann mit Lösungsansätzen kommt, die toll klingen, sich in ein modernes, berufstätiges Großstadtleben aber gar nicht integrieren lassen? Nein, ist er nicht.

Die beiden Autorinnen stellen vor, was Familien ihrer Meinung nach brauchen, um unnötiges Tempo aus dem Leben mit Kindern rauszunehmen. Die Natur spielt dabei einen zentralen Punkt, es geht viel um Wald und Wildnis.

Manche der Anregungen praktiziere ich ohnehin schon (wenn auch aus anderen Gründen, wie die Autorinnen es meinen …), z.B. mein Kind höchstens einmal wöchentlich zu baden (wie hat meine Mutter das bloß täglich geschafft? TÄGLICH??). Andere will ich ab sofort übernehmen (nicht den vollen Schreibtisch, die unaufgeräumte Küche im Kopf haben, wenn ich meine Tochter ins Bett bringe, sondern die Einschlafenszeit mit ihr in meinem Arm ganz bewusst genießen). Hier hätte ich mir fast ein paar mehr Ratschläge und Tipps gewünscht …

Wie weit geht Entschleunigung eigentlich?

Die beiden treiben es mit dem Runterkommen aber auch gerne auf die Spitze, ich bin da nicht von allem überzeugt. Da ist der Vorschlag, bei einem Besuch bei der Freundin, erstmal gemeinsam ein wenig aufzuräumen – ob das jede meiner Gäste auch so findet? Dann raten sie, wir sollten uns mal so richtig schön mit Matsch einsauen. Meine spontane Antwort beim Lesen war: Nein. Nein!

Andrerseits, erinnere ich mich auch wieder daran, wie sich mein Bruder und die Cousins mal in matschigen Pfützen gesuhlt haben. Und wie unglaublich verdreckt und glücklich sie danach ins Haus kamen! Und welchen Riesen-Anschiss sie gekriegt haben!! Und wie doof ich insgeheim fand, dass ich nicht mitgemacht hatte!!!

Mein Resümee: Slow Family – Sieben Zutaten für ein einfaches Leben mit Kindern, erschienen im Beltz-Verlag, ist eine gute Lektüre, wenn man bereit ist, seinen Alltag hin und wieder mal zu hinterfragen und offen für neue Anregungen ist.

Es ist gut für Eltern, die ein wenig aus der Comfort-Zone raus wollen, mal wieder über ihren eigenen Schatten springen möchten oder auch Bestätigung suchen für das, was sie eh schon praktizieren – aber dafür vielleicht schief angeschaut werden (s. oben).

Ich werde auf alle Fälle ein paar Dinge aus dem Buch ausprobieren – schon allein, damit ich mich im Dezember 2017 nicht wieder ärgere, dass das vergangene Jahr im täglichen Stress versunken ist und ich viel zu wenig Zeit bewusst für und mit meiner Familie hatte. Ich werde es jetzt einfach gleich mal anders machen!

Die heutige Gewinnfrage: An was sollen wir NICHT denken, wenn wir unsere Kinder ins Bett bringen? 

Text: Christina, Fotos: Malina Ebert, Beltz-Verlag, Nicola Schmidt, Julia Dibben

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