#Adventskalender: Tanja und Christina vom Design-Label „von Erika“ machen das Heim schön und sprechen übers Frausein

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Heute am 9. Dezember, liegt etwas Schönes für die Küche in meinem kleinen #Adventskalender.

Der Preis heute: Das handgearbeitete Handtuch von von Erika aus der Kollektion NESTHOCKER aus schwerem Bio-Halbleinen in Fischgrät-Optik. 

Was Ihr machen müsst, um zu gewinnen? Ganz einfach: Lest den Text, beantwortet die aktuelle Frage, schickt eine E-Mail mit Lösung und Eurer Anschrift (alles bleibt vertraulich!) an moin@mamaberlin.org und liked meine Mama Berlin Seite bei Facebook, falls Ihr es noch nicht gemacht habt ; ). Der Gewinn kommt direkt zu Euch nach Hause.

Die Designerinnen von Erika sprechen übers Frausein

Christina Eckert und Tanja Deschner sind das Herz und die Seele hinter dem Label aus Berlin-Pankow. Die beiden Mamas sind Nachbarinnen und gründete vor einigen Jahr das Deko-Label, entwerfen seitdem Kissen, Handtücher, Decken, Bälle und vieles anderes. Hier Markenzeichen sind feine Fotografien aus der Natur, die sie in ihre Entwürfe einbinden. Mit den beiden Frauen sprach ich über das Frausein.

Welcher Umstand macht jede von Euch zur Frau? 

Tanja: Von außen betrachtet natürlich erst einmal das Erscheinungsbild. Hinzu kommen die starken Emotionen, die ureigene Intuition, Fürsorge, Empathie, Sinnlichkeit, Organisationskompetenz, das Einfühlungsvermögen und die Möglichkeit Kinder zu bekommen.

Christina: Ich sehe mich in erster Linie als die Persönlichkeit, die ich bin. Und das im Körper einer Frau.

Gab es Schlüsselmomente, die Euch zu Frauen werden ließen? Welche waren das?

Tanja: In meinem Leben gab es mehrere Momente, in denen ich mich weiblich, fraulich, sinnlich gefühlt habe. Das waren überwiegend Momente des Glücks oder einer berauschenden Idee, hingerissen, Feuer und Flamme zu sein von etwas oder jemanden.

Christina: Die Geburt meiner Kinder. Ein Erlebnis, das ich nur als Frau leben kann.

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Das sind Tanja und Christina von „von Erika“

Wie fließt dieses sehr persönliche Gefühl von Weiblichkeit in Euer Leben ein?

Christina: Ich sehe auch andere Menschen als Persönlichkeiten, die ich versuche, so wenig wie möglich in Schubladen zu stecken. Vor allem bezüglich ihrer Leistungsfähigkeit, Interessen, Begabungen, Ziele, Wünsche.

Tanja: Diese Gefühle sind ständiger Begleiter meiner selbst. Intuitiv wäge ich alle Entscheidungen ab. Das ist im Privatleben wie im Beruf identisch: Es geht um ein sich Einlassen, Abschätzen und gefühlt „richtige“ Wege einschlagen. Meistens sind das Entscheidungen aus dem Bauch heraus. Für mich muss sich es einfach richtig anfühlen.

Welche Erfahrungen als Frau gebt Ihr an Eure Kinder oder andere, jüngere Frauen weiter?

Tanja: Frei sein, offen sein, Wünsche angehen und sich von niemanden sagen lassen, dass man etwas nicht könne, dass es nicht gut für dich sei. Wenn man will, schafft man sehr viel. Viel mehr, als man manchmal annehmen mag. Man muss es nur angehen, tun und an sich glauben.

Christina: Ich habe eine Tochter und will ihr gleichermaßen wie meinem Sohn weitergeben, dass sie alles kann, wenn sie es möchte.

Ist es heute, hier, in Deutschland, leichter Frau zu sein, als zu anderen Zeiten in anderen Gegenden?

Christina: Auf jeden Fall ist es heute und in unserer Gesellschaft leichter. Frauen und Männer sind in Deutschland (zumindest auf dem Papier) gleichberechtigt. Es macht mich traurig, dass viele Frauen das nicht leben (wollen). Die Tatsache, dass Frauen für gleiche Arbeit immer noch weniger verdienen, sind dringend zu berichtigen.

Tanja: Meine Uroma und auch Oma habe ich als Schürzenträgerinnen im Kopf, die stets in der Küche gebacken, frischen Nudelteig gemacht und sich alleine um den Nachwuchs gekümmert haben. Kinder haben sie damals unmittelbar nach der Hochzeit mit spätestens 19 Jahren bekommen. Heutzutage wird großer Wert auf die Ausbildung der Mädchen und Frauen gelegt, sie können frei wählen zwischen Ausbildung, Studium und können ihren Kinderwunsch selbst bestimmen. Im Vergleich zu früher können wir Frauen viel freier und selbstbestimmter unser Leben gestalten.

Welche Dinge sollte eine Frau unbedingt wissen?

Tanja: Ich halte es für total wichtig, dass man seine eigene Perspektive, seine eigenen Ziele hat. Dafür muss man seine innere Stimme, seine eigenen Bedürfnisse und Wünsche wahrnehmen, akzeptieren und durchsetzen. Selbstbestimmt Dinge angehen und sich von anderen nicht beeinflussen lassen, halte ich für äußerst wichtig. Und natürlich Vertrauen in sich selber zu haben.

Christina: Dass sie sich nicht ständig vergleichen muss.

Gibt es etwas, um dass Ihr Männer beneidet?

Christina: Ums Im-Stehen-pinkeln … ; )

Tanja: Nein, beneiden ist da wahrscheinlich das falsche Wort. Aber ich glaube, dass Männer in manchen Punkten, wie dem Schönheitsdruck und der tickenden, inneren Uhr im Bezug aufs Kinderkriegen, ein deutlich entspannteres Leben führen können.

Vielen Dank für die schönen Antworten!

Die heutige Gewinnfrage: Wie heißt das Design-Label von Tanja und Christina? 

Fotos: von Erika – Danke für das schöne Handtuch!

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