Na, also geht doch! #neinheißtnein und was das mit Tee zu tun hat

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Wenn Dich jemand fragt: „Möchtest Du eine Tasse Tee?“ Und Du sagst: „Nein, danke!“ Dann versteht das jeder.

Wenn Dich jemand fragt: „Na, Du willst es doch auch …“ Und Du sagst: „Nein, ich will es nicht!“, dann hat das leider, sehr oft, keiner verstanden.

Gemeint war hier nicht Tee, sondern Sex. Und der Trieb gab den Männer aus ihrem Selbstverständnis heraus die Berechtigung, sich zu holen, was die Natur nun mal von ihnen in diesem Moment verlangt. (Ja, liebe Kinder, so haben Eure Vorfahren wirklich alle mal gedacht ..)

Da in den gesetzgebenden Gremien (z.B. dem Bundestag) und den gesetzausführenden Institutionen (z.B. Polizisten, Gerichte) meistens Männer am Hebel saßen und sitzen, hat sich das Kranke mal einfach so als vollkommen „normalishaltso“ eingeschliffen. 

Das mit dem Keulen-Darwinismus war einfach zu schön einfach, als sich nicht bequem danach zu richten, das verstand jeder Depp: der Stärkere gewinnt, das gab jedem Recht, der draufhaun konnte – und sicherte den muskelerprobten Männern Jahrhundertelang die Vormachtstellung. Dass dies jeden halbwegs intelligenten und humanistischen denkenden Geist beleidigte und beschämte, war da erstmal nebensächlich.

Bis heute, dem 7.7.2016, im deutschen Bundestag. Da wurde diese Rückständigkeit gekillt. Die Koalition und das Justizministerium waren sich ausnahmsweise mal einig, die Medien nicht und brachten eine Reihe sexistisch konnotierter Berichte, die beispielsweise die Welt traditionsgemäß gerne von ihren aufstrebenden, weiblichen Angestellten aufsetzen lässt, die der Sugar-Daddy-Leserklientel dann nach dem Mund schreiben muss/es macht aus Doofheit (s. Ronja von Rönne).

Aber das ist jetzt auch egal, das Gesetz ist beschlossene Sache und wir lassen beim Flirten und Daten und in dunklen Gegenden ab sofort das Smartphone mitlaufen. Genug dunkle Ecken und Gassen für Sex-Irre gibt es eh weiterhin. 

Aber eins wird doch deutlich: Im postindustriellen Dienstleitungszeitalter sind Muskeln eigentlich nur noch wichtig beim Sport, modeln und bei niederen Tätigkeiten (Straßenbau). Dauerhaft Erfolg gibt es heute nicht mehr durch „Manneskraft“ sondern durch ordentlich Hirn und das ist nun eben das Startsignal für die Frauen …

Wahrscheinlich gibt es in einer Welt der Zukunft immer weniger Möglichkeiten für den Mann mit Alphatiergehabe. Es scheint, als sei seine Zeit in den westlichen Ländern abgelaufen. Gute Chancen hat er allerdings noch im Terrorismus-Business oder in Saudi-Arabien oder auch im Donezk-Becken, als Holzfäller im Amazonasgebiet oder Drogendealer in Nord-Mexiko oder halt AfD, aber wie es scheint, werden die sich nicht lange halten …

Ich schweif vom Thema ab – für alle, die dazu lernen wollen, die das schlechte Gewissen quält, die nun in Paranoia verfallen, bzw. in mit allen Wassern gewaschene Ignoranz, empfehle ich diese Nachhilfe-Stunde (Sorry, it’s English…), denn eins müsst Ihr schon wissen, das ist ja erst der Anfang: 

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