Wann ist der #Mann ein Mann? Tja …

copy: youtube

Er ist durcheinander. Aber zu Anfang sei gleich gesagt: Sie ist es auch. (Wenn Du keine Lust hast, alles zu lesen, gehe gleich zum Ende: Da findest Du heraus, wie DU tickst)

War’s in ihrer BEIDER Kindheit noch so einfach, ist es heute komplizierter denn je. Gab es früher (wann auch immer damit gemeint ist) klare Rollenmuster-, bilder-, oder auch -klischees, ist es heute wie in der Mode: Alles ist tragbar, alles ist okay.

Damit kommen die meisten prima klar, andere wiederum überhaupt nicht … Wieso eigentlich? 

Wann ist denn der Mann ein Mann und die Frau eine Frau?

Der Mann kann Rock und Vollbart tragen, ironisch, statt hart und ernsthaft sein – und erfolgreich sein (Conchita Wurst). Und er kann sich archaisch krallen, was er will oder an der Front ballern – und zum absoluten No-Go mutieren (Kölner-Domplatten-Deppen oder Ukraine-Kämpfer). 

Männer lassen sich vor allem in Berlin gern zzt. Vollbart wachsen, pflegen Understatement und erfolgsorientiertes (manchmal auch sogar etwas erfolgreiches) Unternehmertum (gern nachhaltig, digital), um wenigsten ein bisschen von der „alten Männlichkeit“ zu fühlen, das wars aber auch schon.

 

Manche sind auch im Schwarzen Block, bei der Antifa oder anderweitig politisch radikal unterwegs – je nach Erfolgschance (denn darum geht’s ja nur). Die meisten halten sich aber bloß semi-radikale Einstellungen, aktiv sind kaum welche. Ein wenig „links“, ein bisschen „Che Guevara“ schadet nie (der hatte auch Bart). Angesichts des (im Weltvergleich) kaum zum toppenden Demokratiestandards, gepaart mit Wohlstand, Pressefreiheit, Rechtssicherheit, sozialer Absicherung und nachhaltigem Denken – ist da ja auch schon alles da – für was sollten wir noch kämpfen müssen?!

Es ist leider so: Die meisten wollen ihr Rollenbild leider vorgegeben haben, als sich ihrs selbst gestalten

Was aber immer noch bleibt, ist der Sex. Und ich werde den Verdacht nicht los, dass Mann irgendwie zumindest das Gefühl und den Anschein braucht, hier zu dominieren, weil er sonst keinen … na, ihr wisst schon. Auch bei der Frau ist es wichtig, damit sie zum Höhepunkt kommen kann, dass ihr Angstzentrum ausgeschaltet ist (auch Misstrauen kann hier schon hinderlich sein). Nur: Wenn Frau ihr eigenes Geld verdient, sich gut aufstellt, braucht sie und will sie keinen Ernährer – Sex und Kinder aber schon …

Seien wir doch ehrlich: Der Alphamann ist doch eigentlich ein Arsch

Immer nur von Männern (nie von Frauen) wird mir der Begriff „Alphamann“ unter die Nase gerieben. Ich habe schon mal drüber geschrieben, weil ich mit dem Begriff überhaupt nichts anfangen kann, denn für mich ist ein Alphamann eigentlich auch immer ein Arsch.

Wann ist der Alphamann ein Alphamann? Gibt es nicht über jedem Alphamann noch einen höheren Alphamann? Ab wann zählt die Rangordnung in einer Gesellschaft, die nicht mehr in Clans sondern in Konzernstrukturen organisiert ist? Ist der CEO ein Alphamann – oder der Aktionärsvorstand – und was ist, wenn sie gefeuert werden/pleite gehen, war’s es dann?

Ist Alphamann ein Zustand oder ein Titel, der immer wieder erkämpft werden muss – und ist denn so ein Mann, der so viel Zeit mit seiner Stellungsbehauptung zu Gange ist, wirklich empfehlenswert? Und ist er nicht in Wahrheit mega-unsicher, narzisstisch gestört, weil er es nötig hat, sich so über seinen Chef-Status zu definieren – und ist es wirklich cool Machtstreben über alle moralischen Bedenken hinweg zu stülpen, will man so einen Arsch wirklich in seinem Bett? Oder ist der, der dir Arsch-Arbeit macht, vielleicht doch ganz okay (weil er die Arsch-Arbeit macht)?

Was machen wir nun also mit unserem Geschlecht und mit unseren Bildern im Kopf? 

In Berlin ist es einfach – und schon deshalb eine Reise wert: Hier kannst Du als Frau und als Mann einfach eine Reise durch die Geschlechterrollenwelt antreten. Berlin, der wohl im Bezug auf Geschlechterverständnis modernsten, weil pluralistischen Stadt Deutschlands, tummelt sich die ganze Bandbreite allen aktuellsten Mannseins:

  • Fahr in den tiefsten Wedding, ins Märkische Viertel und Neukölln und Du findest dort noch die archaische Welt. Frauen zu Hause, kaum oder schlecht gebildet, machen Haus und Kinder und abhängig vom BABA – Männer müssen zusehen, das sie die Kohle rankriegen – Mittel egal. Und dazu alles, was das mit sich bringt.
  • Oder Du kommst bei mir vorbei in Mitte – da ist er zu sehen, der meist deutsche, post-industrielle Mann, mit Baby auf dem Arm, Selfmade-Unternehmer, irgendwie etwas wirr und verunsichert, durch den Wandel seiner Männerbilder von Nazizeit der Großeltern (hart wie Kruppstahl, etc.), über seine Väter (die neuen, demokratischen Wirtschaftswunder-Wilden) und seiner eigenen Jugend (Frauenrechte, Zahnarztgattin-Mutti und Steffi Graf/Madonna) und dem heute (Beyoncé, Angelina Jolie, Kate Middleton und Angela Merkel) – irgendwas zwischen den Zeiten.
  • Und dazwischen gibt es den Mega-Softi, den Traumtänzer, den Frust-Hartzer, den Homo-Mann, der Anarcho-Mann, Neonazi-Hooligang, Türken/Arab-Macho, schmierigen Aufsteiger, konservativen Mann und kreativen Typen – und den Mann von morgen: global, offen, lässig, ohne Angst …

Ihr könnt da am Mann testen, was Euch selbst am besten gefällt – denn darum geht’s. Am Ende bestimmt das ganze die Liebe (oder die Natur) – denn die ist einfach der Boss. 

Und noch was könnt Ihr verstehen, wenn Ihr euch auf das Experiment einlasst: Warum es so viele verschiedene MÄNNER gibt/geben muss UND was das mit den MAMAs, also uns Müttern zu tun hat …

Wem das jetzt immer noch zu kompliziert ist, der oder die klickt hier: 

Welcher Männertyp bist Du… (für Männer)

Welcher Frauentyp bist Du? (für Frauen)

 

 

 

 

http://www.zeit.de/2016/05/maennlichkeit-maenner-beschuetzer-gender-gleichberechtigung/seite-2

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