Männermodelle Teil 2: der kreative Mann

Der kreative Mann will Mann sein, aber er will dabei nicht laut werden müssen. Er findet sich schon gut (und das ist ja auch gut so), aber heimlich bewundert er die Frau für ihre naturgegebene Schöpfungskraft – denn als kreativer Mensch ist es das, was ihn ausmacht, zu gestalten. 

Der kreative Mann hatte meist eine liebevolle und/oder auch coole und selbständige Mutter. Die ihn gefördert, aber auch gefordert, ihn schon als Baby als Mensch ernst genommen hat. Meist ist der kreative Mann seiner Mutter ähnlicher als seinem Vater. Diese weibliche Komponente prägt sein Leben.

Männlichkeit ist für ein Familiensinn und Verantwortungsbewusstsein für die Gesellschaft und sein Umfeld. Er ist oft Humanist, denkt langfristig, versucht gelassen zu sein und verständnisvoll. Sein Humor ist gut ausgeprägt und er ist ein einfühlsamer Liebhaber. Was er nicht mag, sind reaktionäre Bestrebungen, Dogmen und sinnentleerte Egoismen. Bei den Frauen findet er Unabhängigkeit, Intelligenz und unkonventionelles Verhalten anziehend. Gar nicht steht er auf die biedere Mutti oder gar Hausfrau. Dieses Lebenskonzept kennt er nicht und versteht es auch nicht. 

Der kreative Mann ist oft ein guter Vater, er macht sich viele Gedanken, allerdings hat er auch einen Hang zum Chaos, das muss aber nicht sein. Er mag Kinder sehr und braucht auch ihre Sichtweise, um kreativ schaffen zu können. Der kreative Mann kommt nie an, er entwickelt sich immer weiter. Und er braucht nicht viel, um zufrieden zu sein. Im Gegenteil, eigentlich lehnt er Besitz und das Horten von Dingen ab, weil er darin überhaupt keinen Sinn sieht.

Der kreative Mann ist der Gleichberechtigung sehr aufgeschlossen. Es könnte sehr gut sein, dass er der Prototyp der nächsten Generation wird, wenn er sich gleichsam gut zur Wehr setzen kann. Seine stärkste Waffe ist dabei seine Intelligenz und Weisheit, der kann Menschen sehr gut einschätzen und durchschauen. Außerdem agiert er vorausschauend – dadurch schafft er es, einen Konflikt zu erkennen, bevor er tatsächlich ausbricht. Der kreative Mann ist daher eine weitaus intelligentere Führungspersönlichkeit als der konservative Mann

 

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