Zeigt Solidarität mit armen Müttern – schreibt E-Mails und stoppt die geplanten Kürzungen!

Der Kapitalismus tötet die Liebe

zeigt Engagement und macht sich stark, gegen die geplanten Kürzungen von alleinerziehenden Hartz-IV-Empfänger/innen. Sie startete deswegen eine Online-Petition und erreichte innerhalb kürzester Zeit über 30 000 Unterstützer.

Egal, ob Ihr selbst betroffen seid oder nicht – lasst uns solidarisch sein und uns als Mamas und Papas zusammentun. Denn, wer weiß, schon morgen, kann es auch Dich treffen …

Umfrage
Die Ergebnisse meiner Umfrage – Danke Euch fürs Mitmachen!

Neulich habe ich hier auf dem Blog in die Runde gefragt, ob die meisten Mamas und Papas hinsichtlich Vereinbarkeit von Beruf und Familie lieber mehr Geld vom Staat oder lieber einen Job haben wollen – die meisten wollen Arbeit. Natürlich. Auch mit Kind. Gerade dann. Man möchte Vorbild sein, man möchte frei sein. Außerdem: Hilfe bei der Kinderbetreuung. Na, klar, um ein Kind groß zu ziehen, braucht es Gemeinschaft. Das ist keine Ein-Mann/Frau-Show.

Doch die Verhältnisse in Deutschland sind oft brutal. Wer keine Beziehungen, keinen Ehemann, kein gesellschaftliches Standing hat, wird meistens schon in der Personalabteilung knallhart aussortiert. Dazu die fehlende Betreuungsstruktur, das rückständige, traditionelle Denken, dass vor allem berufstätigen Müttern stets Steine in den Weg legen will …

Daher helft mit, damit nicht am falschen Ende gespart wird. Die Kinderarmut steigt in Deutschland – einem der reichsten Länder der Welt. Das ist eine Schande. Die Gesetzesänderung würde diese Situation noch verschärfen. Und sie bricht mit unserer bundesdeutschen Tradition und der Idee von Sozialer Marktwirtschaft: Solidarität mit den Schwachen. 

Noch dazu ist sie in ihrer Argumentation ein Schlag ins Gesicht der vielen alleinerziehenden Mütter, die sich und ihre Kinder mit wenig Geld durchschlagen. Denn die Begründung für die Anstehenden Kürzungen sind haarsträubend: Verbringt das Kind oder die Kinder auch Zeit mit dem anderen Elternteil wird gekürzt oder ganz gestrichen. NUR: Es braucht ja dennoch eine größere Wohnung mit Kinderzimmer, Spielzeug, Klamotten, Schulsachen und Monatsticket – nur weil das Kind ein oder zwei Tage beim Papa ist, werden die Kosten nicht geringer (außer man rechnet Lebensmittel mit ein, aber das sind die geringsten Kosten).

Lieber das Ehegatten-Splitting abschaffen oder kürzen – statt bei armen Alleinerziehenden noch mehr Abstriche zu machen

Außerdem wird hier ein merkwürdiges Signal gesetzt: Während auf dem Ehegattensplitting festgesessen wird, wie der Arsch auf Eimer, ein Gesetz, das uns Steuerzahler immerhin jährlich fast 20 Milliarden Euro kostet – wobei über 90 Prozent an ältere Paare in den alten Bundesländern fällt, deren Kinder schon lange aus dem Haus sind (also nicht junge, gering verdienende Ehepartner mit Kindern …) werden stattdessen nun die Ärmsten der ärmsten geschröpft. Das ist selbstgerecht und falsch.

Also schreibt bitte alle eine E-Mail, lasst die Postfächer überlaufen. Es reichen vier, fünf Sätze, warum Ihr gegen die geplante Gesetzesänderung seid!

Hier nochmal die Daten und Fakten:

Am 30. Mai tagt in Berlin der Bundestagsausschuss für Arbeit und Soziales, um über die geplanten Gesetzesänderungen zu beraten.

Vorsitzende des Ausschusses für Arbeit und Soziales:

Obfrauen und Obmänner des Ausschusses:

Auf der Facebook-Seite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales könnt Ihr die massiven Einwände nachlesen: https://www.facebook.com/BMAS.Bund/photos/a.406396122742609.92009.108268845888673/1030515790330636/?type=3&theater

 

0
More from Mamaberlin

#Adventskalender: Feine Creme von Beyer & Söhne

Heute, zum 3. Dezember, liegt was Feines für Eure Haut in meinem kleinen #Adventskalender....
Read More

1 Comment

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.