Ich habe eine FRAGE an DICH: Job oder Geld? Vote mit!

Teambildung

Wenn es um die Unterstützung von Eltern geht, rufen viele nach mehr Unterstützung. Doch ich finde: Wir brauchen mehr Jobs, die ausreichend bezahlt werden und die sicher sind!

Was ist passiert, dass es heute nicht mehr reicht, einen Job zu haben, weil die Bezahlung zu niedrig ist, als dass man davon leben könnte? Wieso gibt es immer weniger Reiche, die immer mehr Reichtum anhäufen und immer mehr Arme, die trotz harter Arbeit, davon nichts abbekommen??

Hallo Politik, wieso flutscht dir der Mittelstand weg? Wieso landen ausgerechnet immer mehr Mütter und ihre Kinder in der Armut? Warum ist die Armut im Alter vor allem unter Frauen so hoch??

Facebook-COO Sheryl Sandberg hat in ihrem FB-Post zum Muttertag zu mehr Unterstützung für Single-Mütter aufgerufen, denn die hätten es sehr schwer, sei ihr aufgefallen, nachdem ihr eigener Mann letztes Jahr bei einem Sportunfall ums Leben gekommen war. Doch ist es nicht Quatsch, was sie schreibt?

Wenn ihre Situation allein durch den Verlust ihres Mannes schlechter wurde, dann heißt es doch, dass allein diese Lücke zu füllen sei. Den Kindern eine zweite Betreuungsperson, ihr eine Hilfe bei beruflichen und privaten Probleme, eine helfende Hand, wenn es darum geht Entscheidungen zu treffen.

Natürlich ist das praktisch, das alles in einer Person, also mit einen Ehemann und Vater der Kinder, quasi im Haus zu haben – aber es ist bei Weitem nicht die einzige Option, denn für all das gibt es Ersatz und Möglichkeiten. Auch neu verlieben ist drin, wie man ja täglich überall auf der Welt millionenfach beobachten kann …

Es geht also nicht ums Bedauern und Harren der Dinge und auf das Warten von Almosen oder Mitleid der Gesellschaft, sondern um Öffnung und um Möglichkeiten.

Es geht das Einbinden der Menschen, damit sie sich zu starken Teams zusammentun können. Es geht um Ermutigung und das Erkennen von Stärken im anderen. Nicht Abtuen und sagen: Die Norm, das Klassenziel nicht erreicht, sondern die Menschen mit ihren Fähigkeiten wertfrei erkennen und sie dort einsetzen, wo genau diese gebraucht werden! Flexibel und frei denken!

Ich habe eine Umfrage gestartet. EINE kleine FRAGE an DICH – wie würdest Du antworten? Klick hier … 

Es gibt Leute, die wollen nicht arbeiten. Die gibt es immer. Und es gibt Menschen, die fragen sich: Was definieren wir überhaupt als Arbeit und wieso bezahlen wir ARBEIT so unterschiedlich? Wieso bekommt jemand mit Führungsgewalt, meistens eine mit sehr vielen Privilegien und Machteinfluss ausgestattete Position, so viel mehr Geld ausbezahlt (sogar wenn er Scheiße baut noch Boni ausgezahlt) als jemand, der im Schichtdienst am Fließband arbeiten muss und zu Hause noch zwei Kinder zu umsorgen hat?

Alles berechtigte Fragen, auf diese es viele, aber keine wirklich befriedigende gibt. Letztendlich leben wir Menschen ein Wirtschaftssystem, dass auf Hierarchien beruht und diese auch huldigt. So dumm sind wir nun mal. 

Aber ja nicht alle. Da sich genau von diesem System aber immer mehr Menschen ausgeschlossen fühlen oder es schlichtweg ungerecht finden, outen sich immer mehr als Verfechter des sogenannten Grundeinkommens.

Ich bin noch in Zeiten aufgewachsen, in denen die Abhängigkeit vom Staat oder sonstigen Hilfen, eine Schande war. Heute scheint es fast als Anrecht zu gelten, als modern-links, genau das zu fordern. Es gibt einen Wunsch nach Gleichheit, nach Freiheit, eine Abkehr von Konkurrenzkampf, aber auch von Karrierewillen. Wenn alle erstmal abgesichert sind, dann zieht Frieden ein. Es ist der Traum vor allem vieler junger Menschen vom modernen Sozialismus. Ich bin Historikerin, ich glaube nicht, so schön es klingt, dass das klappen könnte.

Denn was sich erstmal verlockend anhört – Grundeinkommen für alle – egal, was jemand leistet, sehe ich langfristig betrachtet sehr kritisch. Wenn es keinen Grund zur finanziellen Eigenverantwortung gibt, wird diese sich verlagern zu Gunsten derer, die Verantwortung übernehmen und denen Abhängigkeit vom Staat zuwider ist.

In meinen Augen liefe so ein Modell daher Gefahr, dass es die Würde, die Glaubwürdigkeit, aber auch die Möglichkeit frei und selbst zu entscheiden, untergräbt? Würde es Menschen statt frei nicht eher abhängig machen – und damit auch gängelbar?

Und was würde mit der gesellschaftlichen Anteilnahme passieren, die Weiterentwicklungsmöglichkeiten, die Arbeit den Menschen bietet, den Kontakt und Austausch mit Neuem, nicht nur zu Kollegen und Kunden auch zu Eindrücken, Sichtweisen, Konflikten und deren Lösungsmöglichkeiten. Die Freude, die Arbeit (und Erfolg) machen kann, die Gestaltung, die Folge von Arbeit ist. Das dauerhafte Werk.

Ich für meinen Teil möchte lieber immer einen Job, als staatliche Förderung. Ich kann für mich sorgen und ich möchte es auch.

Dass wir so rückständig sein sollen, dass in den Personalabteilungen immer noch so viele, so ewig Gestrige sitzen, Männer, die zu Hause Frau und Kind haben und sich nicht vorstellen können, dass ein Kind kein Hindernis ist, einer Arbeit nachzugehen, kann ich einfach nicht glauben. Oder dass sie Mütter (übrigens alleinerziehend oder verheiratet) immer mit niedrigen Gehältern egal welcher Kompetenz abspeisen, nach dem Motto: Die bekommt doch eh sonst keinen Job  … 

Aber ich weiß: ES IST SO. Und das ist das wirkliche PROBLEM. 

 

 

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2 Comments

  • deine gedanken in bezug auf das grundeinkommen finde ich durchaus interessant. aber ich finde es geht grundsätzlich um fragen von gerechtigkeit und anerkennung. wer bestimmt, welche arbeit mehr wert ist als die andere? wie definieren wir arbeit überhaupt? welche machtmechanismen, welche definitionsgewalt steckt dahinter?

    ich möchte als frau und (alleinerziehende) mutter selbstbestimmt und frei leben – ich arbeite gern und ich möchte für meine gute arbeit auch gut bezahlt werden.

    bietet ein „sicherer“ job eine gute bezahlung? was ist überhaupt heute ein „sicherer“ job? was ist eine gute – oder auch angemessene – bezahlung? und wer definiert das? und ich brauche mehr geld, wenn ich gut (wieder eine auslegungssache, was „gut“ ist) wenn ich zugleich für kinder zu sorgen habe als wenn ich allein nur mich selbst verantwortung tragen würde.

    ich brauche als mutter auch ein gesellchaftliches umfeld, das genau dieses tatsache akzeptiert, dass da – immerhin frei und selbst entschieden – zumindestens auch noch weitere menschen verantwortung übernimmt. das heißt ich benötige betreuung oder zumindestens ein einkommen, dass mir zusätzliche betreuung ermöglicht, damit ich eine arbeit nachgehen kann, die mich ernährt und auch darüberhinaus selbstbestimmt mit kindern eben lässt. und damit trage ich zugleich auch verantwortung in zweierlei hinsicht für die gesellschaft – ich trage, zum gesellschaftlichen einkommen bei – indem ich bei entsprechenden verdienst steuern zahle und zugleich kindern betreue, umsorge und mitgliedern eben dieser gessellschaft erziehe.

    mir greifen die fragen deiner kleinen umfrage zu kurz.

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