Dem Berliner Senat geht ein Licht auf! Mehr Unterstützung für Alleinerziehende

Licht an

Das ist doch mal gut so: Der Berliner Senat nimmt endlich etwas wahr und reagiert auch noch darauf. Ich spreche vom Wandel der Gesellschaft im Bezug auf Familien … 

Auf Vorlage der Senatorin für Bildung, Jugend und Wissenschaft, Sandra Scheeres, und der Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kolat, verabschiedete er ein Konzept zur Verbesserung der Situation von Alleinerziehenden. Bravo!

Hintergrund: Kinder wachsen immer häufiger in Ein-Eltern-Familien auf. Bundesweit trifft das auf jede fünfte Familie zu, in Berlin fast auf jede dritte. In keinem anderen Bundesland ist dieser Anteil größer.

Hier ein Auszug aus der offiziellen Pressemitteilung: „Berlin ist die Hauptstadt der Alleinerziehenden. Sie machen inzwischen 30 Prozent der Familien aus und sind zu 90 Prozent Frauen. Sie müssen den Alltag meist ohne Unterstützung eines Partners alleine meistern. Hinzu kommen ein erhöhtes Armutsrisiko von 40 Prozent und eine steuerliche Benachteiligung. Um das Armutsrisiko zu vermeiden, muss der Staat Alleinerziehende besser unterstützen. Zum Beispiel mit gezielten Coachingangeboten wollen wir vielen Alleinerziehenden eine gute Erwerbsarbeit ermöglichen, damit sie mit ihren Kindern ein besseres Leben führen können.“

Das ist ein vernünftiges, modernes und wegbereitendes Ansinnen. Im Übrigen haben die Frauen schon immer gearbeitet und sind gut in der Lage für sich selbst zu sorgen – auch MIT Kind.

Dass das aber so schwer liegt, liegt vor allem an den Vorurteilen. Männer in den Entscheidungspositionen, die eine Frau zu Hause haben, die Kinder und Haushalt versorgt und nicht im Traum daran denken würden, eine alleinerziehende Mutter einzustellen. Die per se, denken, sagen und danach handeln: Das kann die doch gar nicht …

Und das Finanzamt, das Alleinerziehenden dann immer doch noch von dem geringen Lohn viel abzieht, während sie verheiratetet Paare – auch ohne Kinder – steuerlich massiv begünstigt, so dass es am Ende trotz Arbeit und Verdienst nicht zum wirklichen leben reicht.

 

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