Warum es richtig geil sein kann, alleinerziehend zu sein …

Happy Single-MAMA

Wir kennen das, Alleinerziehende werden gerne tief, tief, tief in die Klischeekiste gesteckt. Mama arbeitet hat neulich darüber gebloggt, die gängigen Vorurteile wurden immer mal wieder aufgelistet, ich habe das auch schon ein paar mal gemacht. Die Probleme sind ja bekannt …

Dass das nicht heißt, dass das der Dauerzustand ist, müsste eigentlich jedem/jeder klar sein. Solche Artikel haben den Grund, den gesellschaftlichen Diskurs anzuregen, durch Kritik, Reflektion, Provokation.

Genauso wenn Verheiratete darüber schreiben, dass ihr Mann nie hilft (sehr erfolgreiches Buch übrigens) oder die Angst davor als Mutter nicht mehr sexy zu sein oder sonst wie zu versagen oder berufstätige Mütter ihr Leid klagen …

Aber wir können auch anders! Hier die absoluten Top-10 des Alleinerziehendseins

oder

Warum es richtig geil sein kann, alleinerziehend zu sein …

  1. Wir haben die interessanteren Lebensgeschichten: Total-Verlust, Angst, Hilflosigkeit, komplett auf sich allein gestellt, am Boden sein und dann wieder aufstehen – und trotz alle dem weiterhin für unsere Kinder da sein. Klar, wenn man sich es aussuchen könnte, würde man lieber im Märchenschloss abhängen und dem Prinzen auf dem weißen Ross winken, aber wenn wir ehrlich sind, wissen wir genau: Die coolere Sau ist nicht Prinzessin Rosaträumchenbaum, sondern Single-Mom, die es gewuppt hat – ganz allein!
  2. Wir können uns nochmal neu verlieben – so richtig, wie beim ersten Mal. Und das ist immer wieder schön, aufregend, wild, verunsichernd, lustig, herrlich, wunderbar, glücklich machend und ein Riesengeschenk.
  3. Wir sorgen für mehr weibliche Freiheit: Hat man uns ja immer eingebläut: „Kind, wenn Du groß bist, suche dir einen Mann, der dich versorgt.“ Denn wir selbst – so die Maxime – könnten das nicht. Können wir doch! Millionefach. Unser Beweis schafft Freiheit für alle Frauen.
  4. Die coolsten Frauen des Show-Biz sind oder waren alleinerziehend: Charlize Theron, Sandra Bullock, Angelina Jolie, Madonna … Romy Schneider, Mia Farrow, Diane Keaton, Jane Fonda … Noch Fragen?!
  5. Wir sterben keine kleinen Tode mehr: „Ach, Schatz, bevor ich’s vergesse: Ich bin dieses Wochenende wieder auf Geschäftsreise…“ „Wir hatten gestern unseren Hochzeitstag, wirklich, das war doch erst… Ah, das war dein Geburtstag, okay, sorry …“ „Du musst Dich um die Kinder kümmern, ich gehe golfen …“ „Ich ackere von früh bis spät, um hier die Familie zu ernähren, während Du alles hast und zu Hause bist und keinen Handschlag rühren brauchst…“ „Ach, Du willst wieder arbeiten? Jetzt nach 8 Jahren Pause? Und was ist mit dem Kleinen? Wie soll das gehen …?“ Diesen Sound kennen wir. Aber heute können wir sagen: Danke, wir melden uns …
  6. Wir können kuscheln bis zum Get-no: Wo ein Partner im Bett ist oft kein Platz für Kiddies. Aber wo KEIN Partner im Bett, ist viel Platz zum Knuddeln. Die Kinder lieben es und am Wochenende gibt es eine riesige, gemütliche Film-Kuschel-Eiscreme-Knuddel-Bettdisco mit Mama.
  7. Wir haben gelernt, loszulassen. Om. 
  8. Wir können die guten von den schlechten Männern unterscheiden. Da wissen wir jetzt, auf was wir WIRKLICH achten müssen. Das erkennen wir inzwischen blind. Und auf zehn Meilen gegen die Wind.
  9. Wir haben unsere Abhängigkeit nach Sicherheit überwunden. Haus, Garten, Einbauküche, Hochzeitskleid. Das alles war uns mal wichtig, doch inzwischen wissen wir, was der Dalai Lama rät: Dass man sein Herz niemals an Materielles hängen soll … Zur Not leben wir auch mit drei Kindern von Hartz IV – Hauptsache gesund. Weiter geht es immer. Angst ist was für Anfänger.
  10. Wir brauchen nicht stutenbissig sein. Wofür auch? Das sind Frauen, die Konkurrentinnen wegbeißen müssen, damit die ihnen nicht ihren „Hengst“ stehlen … Wir haben keinen Hengst, wir haben unsere Fohlen. Peace, Sister!

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10 Comments

  • Warum müssen alleinerziehende sich regelmäßig aufwerten, indem sie verheiratete abwerten?! Ich werde es nie begreifen, ständig das Geplärre über Vorurteile gegenüber AE und dann selber immer wieder in die Klischeekiste greifen. Das alles geht auch aus einer Beziehung heraus, aber diese verbitterte Sicht auf eine Beziehung ist ja weit verbreitet. Meine Anteilnahme sinkt mit jedem weiteren Artikel dieser Art. Es ist genauso verletzend wie andersrum, selbst wenn es mit einem Augenzwinkern gemeint ist.

  • Obwohl ich auch meine dass kein alleinerziehende/r Anteilnahme benötigt. Ein bisschen weniger seltsame Blicke ( von vorwurfsvoll über mitleidig) und Getue (von Leuten denen sowas nie passieren kann weil sie alles viel besser geplant haben ;-))
    Niemand braucht Anteilnahme, wir haben tolle Kinder und leisten verdammt viel und darauf kann man stolz sein, Bewunderung ist angebracht, wir sind ja nicht auf ner Beerdigung 😀
    Sonnige Grüße

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