Always Look on the Bright Side of Life

So langsam geht das Jahr zu Ende und man blickt noch mal zurück …  Und oft dann aber auch ganz schnell wieder nach vorn: Manchmal ist es schön, dass etwas vorbei ist.

Das Rückwärtsgucken ist nur wirklich gut, wenn man etwas daraus lernen kann. Dazu muss man allerdings hinschauen, auch wenn es weh tut.

Bei mir sind es vor allem diese kleinen Schikanen gewesen, die mich nerven und mir Zeit rauben. Meines Erachtens sind sie völlig unnötig. Sie erfüllen keinen Zweck, außer, dass sie die Stimmung vergiften. Ich habe mir vorgenommen, mich nicht mehr darum zu kümmern. Dann ist es eben so.

Doch manchmal arten die Schikanen in mehr aus. Dann sind sie nah an der Grenze zur psychischen Gewalt – oder überschreiten sie

Ich mal so rumgefragt, ob andere Alleinerziehende das kennen. Und wie! Da kam (leider) ganz schön was zusammen … Das Blöde daran ist, dass man sich fast nicht dagegen wehren kann. Noch. 

Hier sollten Gesetze her, die eine Möglichkeit für schnellen Schutz schaffen. Denn der Leidensdruck ist hoch, die Folgen fatal.

Das ist besonders schlimm, wenn es gravierende Dinge sind, es stetig passiert. Viele werden dadurch sehr verletzt. Oft auch verängstigt und eingeschüchtert. Das ist nicht gut! Wir wollen für unsere Kinder da sein, wir wollen uns nicht mit den Ex-Partner rumärgern.

Wir sind getrennt, jeder kümmert sich. Das Kind liebt beide Eltern, manche Überschneidungen gibt es halt bei der Sorge, die Kommunikation muss da sein, um bestimmte Ansichten gestritten werden, muss auch manchmal – aber einander absichtlich schikanieren? Was soll das? Wem ist damit geholfen? Na, bitte.

Eines sollte man daher schon tun: Sie erzählen, um den Irrsinn aufzuzeigen. Niemals  runterschlucken. Wer zu viel wegsteckt, leidet stumm. Das kann schwere Folgen haben!

Erzählt es Euren guten Freunden, aber auch dem Elternteil, der es Euch angetan hat (im besten Fall ist ihm/ihr nicht klar, was er/sie da gerade gemacht hat…). Empört Euch und dann kümmert Euch wieder um Euch – und Eure Kinder.  

Ich will hier berichten, damit es zur Sprache kommt, was so passiert, was sich Eltern so einfallen lassen, um den anderen zu schikanieren – oder Schlimmeres …

  • Die Klamotten, die dem Kind mitgegeben wurden, nicht wieder zurückbringen. Wahlweise auch Lieblings-Kuscheltier, Fahrrad, Spielsachen, Jacken, Schuhe …
  • Elternteil beim Amt telefonisch abmelden. Folge u.a.: Es wird kein Kindergeld mehr bezahlt …
  • Dem Urlaub mit dem Kind zustimmen, dann – nachdem alles gebucht wurde – die Zustimmung wieder zurückziehen.
  • Eine Anzeige wegen „Hausfriedensbruch“ , weil die Wohnung während der Übergabe betreten wurde (wie bei allen Übergaben und nach Absprache zuvor auch).
  • Die Post aus dem Briefkasten des anderen Elternteil klauen – gerne auch Gerichtsschreiben.
  • Jedes Mal, wenn das Kind von der Schule oder der Kita vom anderen Elternteil abgeholt wird, Mütze und Schal des Kindes „verbummeln“ (immer nur die, die man selbst nicht gekauft hat).
  • Behaupten, diese Dinge seien geklaut worden oder vom Kind verloren. Wahlweise auch Tupperdose, Schulhefte, Bücher, Sportbeutel …
  • Einem Sportkurs oder Schwimmkurs für das Kind zustimmen, aber dann nie hingehen, wenn man selbst Umgang hat. 
  • Bei jeder Sorgerechtssache – Einschulung, Kinderarzt, Ferienplanung – Veto einlegen, nicht auf Vorschläge antworten, immer nur dagegen sein.
  • Kinderkonto mit mehreren Tausend Euro plündern.
  • Sämtliche Bilder der Kinder, Fotoalben, Schwangerschaftsbilder sowie persönliche Sachen, wie Erbstücke, Schmuck, Bücher, CDs nicht rausgeben – oder sogar wegschmeißen.
  • Alle Kinderärzte, bei denen die Kinder in Behandlung sind, bei der Ärztekammer anzeigen (weil das andere Elternteil die Gesundheitsfürsorge hat).
  • Lügen in die Welt setzen, z.B. erzählen das andere Elternteil sei „arbeitslos“/“arbeitet schwarz“, „erziehungsunfähig“, „hoch verschuldet“, „eine Schlampe, die mir ein Kind angehangen hat“, „psychisch krank“, habe „eine Borderline-Störung“, „schlägt das Kind“, „missbraucht das Kind sexuell“, „hat Versicherungsbetrug gemacht“, „noch nie eine richtige Beziehung gehabt“, „wurde als Kind immer von den Eltern verprügelt“ …
  • Die Haare des Kindes ganz kurz schneiden – obwohl man weiß, dass das andere Elternteil das nicht möchte.
  • Mit der Mediatorin ins Bett gehen.
  • Dem Kind sagen: „Wenn Du bei Mama bist, dann kneife sie immer“.
  • Behaupten und erzähln, der andere Elternteil hätte einem die Kinder weggenommen.
  • Wohnadresse, an der sich auch das gemeinsame Kind aufhält, geheim halten.
  • Immer eine oder auch mehrere Stunden zu spät kommen.
  • Kind sagen, der Umgang findet nur statt, damit der andere keinen Unterhalt zahlen muss/Unterhalt bekommt.
  • Gesetzlichen Unterhalt nicht zahlen.
  • Kind an einer anderen Schule abmelden – ohne Absprache.
  • Kind bei der Krankenkasse abmelden – und bei keiner neuen anmelden.
  • Kleinen Kindern Filme mit FSK 16 vorspielen.
  • Keine Absprachen einhalten.
  • Eine Unterlassung (und die Übernahme der Anwaltskosten über 750 Euro) auf alle Telefonnummer und E-Mail-Adressen verlangen – trotz gemeinsamen Sorgerechts.
  • Ständig kurzfristig den Umgang absagen.
  • Nicht ans Telefon gehen, nicht zurückrufen, E-Mails nicht beantworten, Kommunikation blockieren – nach persönlichem Gutdünken.
  • Kind nicht zum Geburtstag gratulieren, nicht an Weihnachten anrufen. Nicht auf SMS der Kinder antworten.
  • Drohen: „Ich mach dich fertig“, „Ich vernichte Dich“, „Ich nehme dir das Kind weg“.

So, hiermit ist es nun dokumentiert. Damit wird man diese „kleinen Schikanen“ nicht stoppen können – aber man fühlt sich evtl. besser. Und vielleicht, wenn möglichst viele die Köpfe schütteln, kommt ja dann doch irgendwann mal die Einsicht … Am besten für einen selbst ist, sich so fern wie möglich von Dingen zu halten, die einem nicht gut tun. Und weiterhin versuchen, immer das Gute sehen und nicht den Humor nehmen lassen. Mit Monty Python gesagt: Just remember that the last laugh is on you! Oder mit Woody Allen: Humor = Tragödie + Zeit. https://www.youtube.com/watch?v=jHPOzQzk9Qo

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