Warum noch viel zu tun ist … Eine Wutschrift

Heute muss ich mal Dampf ablassen. Ich wurde vom LOB-Magazin gefragt, warum ich diesen Blog schreibe und da fiel mir plötzlich wieder alles ein. Ich schreibe jetzt die Geschichte MEINER Wut auf, denn es können gerne alle wissen. Aber eines sei klar gesagt: Das ist nur die Spitze des Eisbergs.

Ich wurde schneller alleinerziehend als ich gucken konnte und dagegen war nichts zu machen. Damals fiel mir zum ersten Mal auf: Es war wohl auch noch nie so einfach, sich zu trennen – selbst wenn da Kinder sind – wie heute. Und noch nie kamen (meistens sind es die) Väter dabei so billig und so schnell weg, wie heute…

Still und heimlich wurden hier die Gesetze zum Nachteil der alleinerziehenden und (kommenden alleinerziehenden) Mütter verändert – und viele haben das noch nicht mal mitbekommen! Es passierte alles Schritt für Schritt: Erst kam das neue Scheidungsrecht, dann kam das neue Unterhaltsrecht, das neue Umgangsrecht, das neue Sorgerecht … 

Seltsam dachte ich, wieso ist das denn so? Steckt da ein Plan dahinter? Bis heute habe ich keine Antwort, aber ich habe ziemlich viel herausgefunden:

1,7 Millionen Mütter sind in Deutschland alleinerziehend (90 Prozent aller Alleinerziehenden sind Mütter, ein Hoch auf die 10 Prozent alleinerziehenden Väter). Tendenz steigend. Bereits die Hälfte der Kinder in Berlin, dort wohne ich, lebt bei getrennt lebenden Eltern.

Wir Alleinerziehenden sind überhaupt keine kleine Randgruppe mehr, wie es das mal war, als ich selbst noch ein Kind war. Scheidung, Trennung gehört zum Leben dazu. Es gibt sie bei den Windsors, bei der Bundeskanzlerin, bei ihrem Vorgängern und beim Bundespräsidenten und dessen Vorgänger. Und sie kann jeden treffen. Paare die zehn Jahre zusammen lebten, verheiratet, sind sich von einem Tag auf den anderen fremd. Er hat eine Neue, er zieht aus. Zack, das war’s. Es passiert tagtäglich in Deutschland hundertfach. Komisch nur dass das so richtig noch keiner registriert hat …

Ein Mann muss heute seiner Ex-Ehefrau keinen Unterhalt mehr zahlen auch wenn gemeinsame Kinder da sind. Nur für das gemeinsame Kind muss der Vater noch einen sehr geringen Satz zahlen. Im Schnitt sind das um die 200 bis 300 Euro pro Kind. Allerdings: Zwei Drittel aller Väter zahlen GAR NICHTS!

Wie der Gesetzgeber sich das vorstellt? Ganz einfach. Er sagt folgendes: Eine allein erziehende Mutter mit Kinder ab 3 Jahren kann für ihren Unterhalt alleine aufkommen. Es gibt ja Betreuungsplätze. Ja, das sagt er tatsächlich. Obwohl schon anhand der Zahlen klar wird, dass das – vor allem in den ländlichen Regionen – nicht der Fall ist. Die Jugendämter und Familiengerichte deutschlandweit sind angehalten, genau danach anzuweisen, zu urteilen, zu bestimmen.

Finden Sie seltsam? Es ist seltsam. 

Der Gesetzgeber könnte auch sagen: Mutter und Vater müssen sich die Sorge und Pflege zum Wohle ihrer Kinder gemeinsam und gerecht aufteilen, finanziell und fürsorglich. Dabei ist der Schutz und Wohl der Kinder oberstes Gebot, Verantwortungsbewusstsein höchste Pflicht der Eltern zum Wohle ihrer Kinder. Der Staat muss den Schutz der Familie – ehelich oder unehelich – gewährleisten. Die gemeinsame Elternschaft darf nicht zu Lasten eines Elternteiles gehen und kann kein stetiger Faktor sein, sondern muss den Gegebenheiten und dem Alter der Kinder angepasst werden.

Das könnte er sagen, so verlangt es eigentlich auch unser GG, Artikel 6. Also, was ist da los? Wie kommen wir plötzlich dazu, alle Last auf den Schultern der Mütter abzuladen? 

Wie soll sich eine Mutter ausreichend um ihre Kinder/ihr Kind kümmern und gleichzeitig noch einen erfolgreichen Job machen?

Und wo bekommt sie den her in einer Gesellschaft, in der ein Mann, der Vater wird, eine Gehaltserhöhung bekommt (Er muss ja jetzt eine Familie ernähren …!) eine Mutter mit Kindern aber kaum einen Job/Wohnung/Darlehen (Sie ist schließlich Mutter oder schlimmer noch: alleinerziehende Mutter, wie soll das denn gehen bitte …?). In einer Gesellschaft in der den Vätern auf die Schultern geklopft wird, wenn sie zwei Monate in Elternzeit gehen (Vorbild), eine Mutter sich aber rechtfertigen muss, warum sie denn 12 Monate aussetzt – ihr danach oft die Stelle gekürzt oder sie auf einen langweiligen Posten versetzt wird.

Es ist so: Staat, Gesetzgeber und Gesellschaft geben hier sehr vage, unlogische, teils sich sogar widersprechende Antworten. Und es scheint, als hätten ziemlich viele hier den Überblick verloren.

Wollen Sie noch ein Bespiel? Wer denken Sie, hat die bessere Steuerklasse: Ein verheiratetes Paar OHNE Kinder oder eine allein erziehende Mutter MIT DREI Kindern? Richtig. Ersteres.

Ich denke, niemand findet das wohl nachvollziehbar. Es ist aber so. Ein Verfahren ist bereits anhänglich. Auch die Politik könnte das Gesetz ändern, macht sie aber nicht. Warum? Ganz einfach: Mütter haben keine Lobby. Wozu auch? Sie ziehen ja nur die nächste Generation groß.

Und noch eins, es geht hier nicht um Luxusprobleme, es geht um Existenz: Viele Mütter rutschen eben aus diesen Gründen nach einer Trennung finanziell und gesellschaftlich ab (darunter viele Akademikerinnen, ehemals erfolgreiche Frauen, die nur allein den Fehler gemacht haben, ihrem Mann, dem Vater ihrer Kinder zu sehr zu vertrauen), müssen Hartz IV beantragen, leiden an Depressionen und Burn-out. Viele sind gezwungen ihre gesamte Altersvorsorge zu kündigen, leben in kleinen Wohnungen und kommen selbst mit guten Jobs gerade so über die Runden. Urlaub? Sehr lustig!

Und: Sie müssen alles alleine bestehen UND werden dazu häufig gesellschaftlich ausgegrenzt, isoliert – und – sehr, sehr oft, von ihren Ex-Partner schikaniert, die Verabredungen und Absprachen nicht einhalten, die sie bedrohen, demütigen, den Unterhalt für die Kinder (das einzige, was sie noch zahlen müssen) verweigern – und haben meist so gut wie keine Möglichkeiten ihr Recht zu behaupten. Denn die Gesetze wurden zum Nachteil derjenigen verändert, die sich hauptsächlich um die Kinder kümmern – meistens die Mütter. 

Vom Jugendamt wird Müttern gern gesagt (alles echte Zitate): Sie müssen den Vater erziehen. Oder andersherum: Sie entziehen dem Vater das Kind/die Kinder. Sie sind ja nur neidisch auf den Vater. Sie würden zu stark sein. Sie würden zu schwach sein. Sie wären zu unsensibel … Sie verlieren das Sorgerecht. Es geht vor Gericht. Und das selbe auch andersherum. 

Man kann es unter demokratischen Gesichtspunkten und politiktheoretisch kritisch sehen, wenn sich Ämter in Privatangelegenheiten mischen und etwas bewerten, das sie eigentlich gar nicht beurteilen können (wer kann schon eine Beziehung von außen beurteilen?).

Ich weiß auch nicht, ob es ein guter Trend ist, dass die Jugendämter, die ja eigentlich für die wirklich schlimmen Fälle wie Verwahrlosung, Kindesmisshandlungen, komplette Überforderungen zuständig sind, sich nun seit ein paar Jahren auch um die Millionen von ganz normalen Trennungsfälle kümmern müssen – dem Väteraufbruch sei Dank.  

Denn Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen an deutschen Ämtern sind keine Psychologen. Sie sind Sozialarbeiter. Sie machen in erster Linie Behördenarbeit, kein zwischenmenschliches Coaching und können das auch überhaupt nicht leisten.

Sie sind auch nicht in der Lage, politische Richtlinien zu hinterfragen. Sie werden geschult, es gibt Dienstanweisungen und danach haben sie sich zu richten. Wenn sie merken, dass das eigentlich so gar nicht gut funktioniert, sind die Wege lang bis unmöglich, an einer deutschen Behörde von innen heraus einen Wandel zu vollziehen … 

Und im schlimmsten Fall sind es hoffnungslos überforderte oder überarbeitete Sachbearbeiter. Auch das ist ein Problem, denn überall fallen, wo gehobelt wird, Späne, sprich: Es passieren Fehler. Nur beim Jugendamt hat das im Zweifel fatale Folgen …

Auch an den Familiengerichten ist die Situation kein vorbildliche: Auch hier müssen die Richter seit der Sorgerechtsreform eine Anzahl von Fällen bearbeiten, sind hoffnungslos überlastet und geben die Fälle an die Ämter zurück, die möglichst viele Verfahren zu einer gütlichen, außergerichtlichen Einigung bringen sollen.

Doch damit verlagert sich nur das Problem. Denn nun sind die Ämter überlastet. Beim Jugendamt Prenzlauer Berg liegt die Bearbeitungsquote pro Sachbearbeiterin bei 80 „Fällen“.

Doch sind diese Fälle nicht wie bei der Steuerbehörde Akten, die gecheckt werden müssen, sondern die „Fälle“ sind Lebensschicksale von Müttern, Vätern und Kindern.

Und es tut sich ein neuer Abgrund auf: Über 42 000 Kinder wurden 2014 in Obhut genommen, drei Viertel der betroffenen Kinder wollten das nicht. Immer öfter sind Trennungsstreitigkeiten der Eltern der Grund. Und jedes Jahr steigt die Anzahl der Inobhutnahmen. 

Die Ämter haben diese „Fälle“ dann vom Tisch. Doch in den Heimen, bei den privaten Trägern, geht es weiter. Nicht immer vorbildlich.

Was das unseren Kindern nützt? Das frage ich mich bis heute. Solange bis ich eine befriedigende Antwort habe, macht es für mich Sinn, diesen Blog zu schreiben! 

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14 Comments

  • Als Mann schäme ich mich für jeden Mann, der seiner Pflicht, fürsorglicher Vater zu sein und für sein Kind zu sorgen, nicht nachkommt.
    EINERSEITS.
    Auch wenn es HIER im Einzelfall anders gewesen sein mag- mehr als 70% der Trennungen gehen von der Mutter aus: EIGENE Verantwortung?
    Auch im Vorfeld- BEIDE tragen Verantwortung für das Funktionieren der Beziehung, Beide haben mehr zu geben, als zu fordern. Wenn sie scheitert – EIGENE Verantwortung?
    Die Zeugung: War es ein gemeinsamer Kinderwunsch, oder ein „Unfall“ oder einseitig untergeschoben? EIGENE Verantwortung?
    Im Vorfeld der Beziehung- wie war der Mann vorher zu Frauen, wie lang dauerten die, wie sprach er über Ex…? Genau hingeschaut? Eigene Verantwortung?
    Auch wenn es hier anders gewesen sein mag – im Prinzip läuft das ganze Trennungs- Verfahren von Anbeginn an zu Lasten des Vaters:
    http://agensev.de/wp-content/uploads/vom-Rechtsstaat-zum-Faustrechtsstaat.pdf
    Im STREIT, in der einseitigen Schuldzuweisung koommt keine Ruhe ins Boot. Ausbaden müssen diesen (unausgesprochenen) Zwist die Kinder.
    Bevor nicht JEDER sich zu seinem Teil der Verantwortung bekennt, leidest DU.

  • ja, zugegeben, eine doofe Situation, in die AE’s und Kinder geworfen werden. Traurig, wie oft man von Behörden hingestellt wird, als sei man zu doof, eine Stulle zu schmieren. Noch bescheidener das Rechtssystem.
    Realitätsfern, abgehoben, von einem anderen Planeten, so scheint es.
    Die gewählten Volksvertreter setzen dem ganzen noch die Krönung auf.
    Obwohl in Berlin die Mietobergrenzen eigentlich nicht mehr gelten für ALG II Empfänger (ich mag hier nicht den Namen eines vorbestraften Schröder-Amigos mit diesem Armutsverwaltungssystem nennen), weil das Bundessozialgericht die WAV zerrissen hat, werden munter Mietsenkungsverfahren eingeleitet. Wie will man als AE eine bezahlbare Wohnung mit mehreren Kindern finden? In unserem Fall 768 € warm. Man habe ja genug Kindergeld, um die Differenz zur realen Miete ausgleichen zu können. Kindergelderhöhung hingegen wurde gestrichen (wird ja eh auf ALG II angerechnet) aber eine Diätenerhöhung von 800 € wurde durchgewunken.
    Traurig….
    Aber auch für mich ist es nicht lustig als AE-Vater…. dauernd muss ich beweisen, dass ich das alleinige Sorgerecht habe…dauernd diese mitleidigen Blicke…
    was soll der Scheiss? Tausende von AE Frauen wuppen das, da brauch ich keinen Männer-Mitleidsbonus.
    Leider haben wir AE’s keine Lobby…
    Oder gibt es auch AE’s in der Politik? Wenn ja, warum schweigen sie? Verdienen vermutlich genug.

  • In Ihrem Text sind so viele falsche Annahmen und Schlüsse, dass ich gar nicht auf alle eingehen kann. Nur ein paar:

    Männer sind Unterhaltsdrückeberge, weil zwei Drittel von ihnen keinen Unterhalt zahlen?!? Woher haben Sie diese Zahlen? Es gibt Studien (z.B. hier beschrieben: http://de.dfuiz.net/familienrecht/unterhalt/zahlungsmoral-beim-unterhalt/) die belegen, dass eher Mütter zu schlechter Zahlungsmoral neigen. Nicht Väter.

    „Ein Mann muss heute seiner Ex-Ehefrau keinen Unterhalt mehr zahlen auch wenn gemeinsame Kinder da sind. Wussten Sie nicht. Ist aber so! “ Das haben Sie woher?

    „Eine allein erziehende Mutter mit Kinder ab 3 Jahren kann für ihren Unterhalt alleine aufkommen. Es gibt ja Betreuungsplätze.“ Und was genau ist daran falsch? Warum soll ein Vater auch noch die Mutter verköstigen? Sie kann ganz wunderbar selbst ihren Lebensunterhalt verdienen, so wie er auch. Nebenbei: ich bin selbst alleinerziehend – 2 Kinder von zwei Müttern – keine der Mütter zahlt Unterhalt für ihre Kinder, geschweige denn für mich.

    „Paare die zehn Jahre zusammen lebten, verheiratet, sind sich von einem Tag auf den anderen fremd. Er hat eine Neue, er zieht aus. Zack, das war’s. Es passiert tagtäglich in Deutschland hundertfach. “ Und das ist wieder nur ein männliches Phänomen? Auch hier wäre eine Quelle ganz hilfreich. Ich übernehme das mal für Sie: http://www.sueddeutsche.de/leben/scheidungs-statistik-meistens-wollen-die-frauen-nicht-mehr-1.81235 – dort können Sie nachlesen, dass die Trennungen nur zu etwa 37% von den Männern ausgingen…

    „Mutter und Vater müssen sich die Sorge und Pflege zum Wohle ihrer Kinder gemeinsam und gerecht aufteilen, finanziell und fürsorglich. “ Da sind wir einer Meinung. Daher ist am sinnvollsten, das Kind im Wechselmodell zu betreuen, da in dem Fall Vater und Mutter gleiche Aufgaben der Betreuung übernehmen können.

    „90 Prozent aller Alleinerziehenden sind Mütter, ein Hoch auf die 10 Prozent alleinerziehender Väter“ Woran liegt denn das? Liegt es daran, dass die Väter die Kinder nicht betreuen wollen? Haben Sie ernsthaft darüber nachgedacht, die Kinder nach der Trennung zum Vater zu geben? Das Problem ist, dass in Deutschland die gesellschaftliche Meinung vorherrscht, dass Kinder zur Mutter gehören. Eine Mutter, die nach der Trennung die Kinder zum Vater gibt, gilt gemeinhin als Rabenmutter. Das ist ein gesellschaftliches Problem, an dem nicht die Väter Schuld tragen.

    Ich kann Ihren Frust nachvollziehen, allerdings ist Ihr Artikel nicht mehr als wütende Propaganda.
    Tut mir leid – setzen, sechs!

  • Dies schrieb ich bereits 2013:
    Wer, welcher Politiker, welche Politikerin kümmert sich eigentlich um die Belange unserer Hausfrauen, die unermüdlich einer Sisyphus-Arbeit nachgehen, kein Krankengeld erhalten, keinen Lohn, geschweige denn ein 13. Monatsgehalt, die keinen Urlaub einreichen können und denen nur eine Rente winkt, wenn der Mann tot ist? Was ist mit ihnen, sie, die immer da sind, kochen, waschen, bügeln, den Haushalt führen und nebenbei die Kinder aufziehen? Sie sind erpressbar und leben als Leibeigene, oft als Sklaven. Aus Angst, vor dem Nichts zu stehen, halten sie durch, Tag für Tag. Es wird ihnen kaum gedankt. Vielleicht einmal von den Kindern, um die sie sich rührselig gekümmert haben, ihnen Nestwärme, trotz der vielen Arbeit, geschenkt haben. Und von ihren Ehemännern? Später, wenn sie an der Seite des Mannes an Attraktivität verloren haben und die sexuelle Lust des Mannes sich auf jüngere Gespielinnen richtet, werden sie einfach ausgemustert.

    • Nicht nur Frauen werden ausgemustert… aber nichts desto trotz… der Dumme wird am Ende der AE sein…. zig Jahre auf Karriere verzichtet, billige Teilzeitjobs angenommen und dadurch fast nichts in die Rente einbezahlt… ich seh mich schon in der Altersarmut…

  • Danke für diese ehrlichen Zeilen! Auch im Namen der betroffenen Kinder, welche sicherlich mit 18 sich mal verwundert die Augen reiben werden, wer alles so um ihr seelisches und leibliches Wohl besorgt war.

  • Dankeschön für die ehrlichen Zeilen, aber auch Dankeschön für das Zulassen der Kommentare, die einem Teil des Beitrages widersprechen. Die so entstandene Mischung zum Artikel ist eine Goldgrube! Jeder AE macht seine eigenen Erfahrungen und auch bei mir sind das nicht nur gute… Aber letztendlich sind wir die Vorbilder für unsere Kinder und irgendwann werden sie Bezug nehmen zu unserem Verhalten als Vater oder Mutter. Irgendwann…

  • Endlich macht sich mal wieder eine Alleinerziehende Luft. Es mag nicht auf jeden Vater und EX-Partner zutreffen, doch leider auf die meisten. Das neue Scheidungsgesetz etc. macht es ihnen leicht. Die Männer sollen schließlich die Möglichkeit haben noch mehr Kinder in die Welt zu setzen. Das man dann vielleicht den Kindern aus vorangegangenen Beziehungen keinen Unterhalt mehr zahlen kann, ist zweitrangig – unwichtig! In meinem Freundes- und Bekanntenkreis sowie in der Nachbarschaft sind alle betroffenen Frauen in die „Armut“ gerutscht. Besonders betroffen sind jene Frauen, die mit ihrem Mann das „alte, traditionelle“ Familienmodell gelebt haben, d.h. jene, die ihrem Mann den Rücken frei gehalten haben, über viele Jahre Haus und Garten in Schuss gehalten haben, den Nachwuchs mehr oder weniger allein groß gezogen haben (Mann war beschäftigt mit seiner Karriere), Angehörige gepflegt haben etc. und die dann plötzlich nach 15, 20 Jahren und mehr für ihren Lebensunterhalt selbst sorgen sollen. Und es sei hier verraten: auf die wartet keiner, total unabhängig von ihrer Bildung, Lebens- und Berufserfahrung! Manche halten sich notdürftig mit vielen kleinen Jobs über Wasser. Altersvorsorge, ein bisschen Luxus im Alter = Fehlanzeige!
    Der Mohr hat seine Arbeit getan – „er“ (sie) kann gehen!

  • Ist zwar Monate später die Antwort, trotzdem! Leider trifft der Artikel/Blog auf die allermeisten Fälle zu, und ist daher , werter Michael Korth, leider alles andere als wütende Propaganda. Ihre Antwort/Kritik auf den Artikel ist leider im Mindesten nicht nachrechechiert: Unterhalt erhalten tatsächlich nur noch die Kinder, und den Müttern, die im Trennungsfall oftmals aufgrund „freiwilligem Verzicht“ seitens der Väter Kinderbetreuungsarbeit zu leisten, diese Arbeit bis auf Freizeitfenster am Wochenende alleine wuppen müssen, haben tatsächlich keinen Unterhaltsanspruch mehr. So geschehen in 3 Fällen in meinem direkten persönlichen Umfeld. Und die Zahlen der zahlungsunwillgen Väter ist tatsächlich erschreckend hoch. Was allerdings wirklich dem ganzen die Krone aufsetzt ist, das trotz Strafrechtsbestand bei Unterhaltszahlungsverweigerung (ja, so steht´s im Gesetzbuch, sogar bis zum Freiheitsentzug bei Nichtzahlung, allerdings weiß ich nicht, ob je so ein Urteil ausgesprochen wurde…) die Jugendämter, die ja das Recht der Kinder einfordern sollen, von ihren Vorgesetzten aufgefordert sind, die säumigen Väter (von nicht zahlenden Mütter ist nicht die Rede , da deren Prozentanteil zu vernachlässigen ist) nicht weiter zu belangen, weil die Gerichte aussichtslose Fälle (zu wenig Verdienst, etcc.) das Ganze konesequenzenlos durchwinken….. dass die Gerichte damit allerdings die Grundrechte der Kinder, um die es in diesem ganzen Spiel eigentllich geht, mitverletzten,, schein denen grösstenteils egal zu sein.

    Ich hätte so gerne einfach einen ganzen Batzen Geld über, um einfach mal die/den besten Anwalt an Start zu bekommen, um bis ans Verfassungsgericht mit einem Prädenzfall durchzukommen! Und zwar gegen den Staat zu klagen, der einfach in Kauf nimmt, dass der größte Teil der AEs unter die Armutsgrenze rutscht, OHNE irgendeinen politischen Plan dagegen zu setzen. Uns fehlt defintiv eine Lobby!!!!

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