Ich heirate eine Familie

Ich heirate eine Familie
copy. Screenshot by MAMA BERLIN

In den 1980er Jahren habe ich eine Serie geliebt, sie hieß „Ich heirate eine Familie“ und spielte in Berlin. Eine alleinerziehende Mutter lebt nach der Scheidung allein mit ihren drei Kindern. Am Anfang der Serie sagt sie: „Heiraten? Pah! Das habe ich aufgegeben.“ Und dann funkts. Peng. Am Ende gab es sogar noch Nachwuchs. Tolle Serie!

Aus diesem Anlass schauten Lena, Nicole und ich gleich eine der alten Folgen an und sinnierten über Hochzeit mit Kindern, kamen dann auf das Thema Eheringe und fragten uns: Wofür sind die eigentlich gut?

Lena dachte praktisch: So kann man sehen, wer vergeben ist und wer nicht. Nicole fand das Quatsch, es sei ein Symbol der Liebe, fand sie, das braucht einen angemessenen Rahmen. Ich dachte, vielleicht ist das so was wie ein Sicherheitsreserve, wenns mit der Ehe nicht klappt, dann kann man wenigsten den Ring versetzen und sich dafür was Nettes gönnen

Wie sich rausstellte, hatten wir alle recht. Denn zunächst war der Ehering, den es schon im alten Rom gab, tatsächlich in erster Linie ein rechtskräftige Verpflichtung. Die Übergabe des Ringes, der meistens aus Eisen oder Gold war, galt als Anzahlung auf die Mitgift. Vater oder Vormund der Braut und der Bräutigam schlossen einen gemeinsamen Deal, dabei ging es in erster Linie um wirtschaftliche und politische Interessen sowie um die Versorgung der Töchter, die in der Regel nicht gefragt wurden. Liebe? Nebensächlich.

Ab dem fünften Jahrhundert galt der Ring als Symbol der Zusammengehörigkeit im religiösen Sinne. So wurde der Ringtausch immer stärker zum Ritual der kirchlichen Trauung. Dabei war es bis ins elfte Jahrhundert Brauch, dass die Frau den vom Mann geschenkten Ring trug. Der Mann trug selbst keinen.

Doch dann setzte sich die Liebesheirat durch und der Trauring entwickelte sich als Partnerring für beide. Im 15. Jahrhundert wurde der Unterschied zwischen Verlobungs- und Trauring geschaffen, dabei wurde der Verlobungsring generell mit einem Stein veredelt, konnte individuell sein. Für den Trauring galt dagegen die schlichte runde Form, die bis heute gilt: ohne Anfang und ohne Ende.

Ende gut alles gut. Die Ehe meint es gut mit beiden und ich finde, man kann das Model weiter entwickeln. Danke an Holly aus Berlin:

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